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Mai 2008

29. Mai 08

Der ideale Büroraum - so individuell wie seine Nutzer

Seit einiger Zeit bin ich dabei, mein Büro zu reorganisieren und zum Teil neu einzurichten. Von daher hat mich der Blogbeitrag von Burkhard Heidenberger  mit dem Titel Der ideale Büroraum neugierig gemacht. Alles, was er schreibt, ist richtig: Raumtemperatur, Frischluft, Lichtverhältnisse, Möblierung etc. Und er räumt auch ein, dass diese Vorstellungen zwar auf die meisten Menschen zutreffen dürften, doch es auch individuelle Abweichungen geben mag.

Doch meine Vorstellungen vom idealen Büroraum gehen weiter. Mehr und mehr komme ich zum Ergebnis,
dass standardisierte Möbel ebenso wie standardisierte Regeln individuellen Bedürfnissen nicht gerecht werden. In Großunternehmen gibt es natürlich eine Vielzahl von Gesichtspunkten zu beachten, so dass dort die Individualisierung eingeschränkt ist.

Anders ist die Situation aber für Solo-Unternehmer und für Home-Offices. Hier besteht im Prinzip die Möglichkeit, sich ein Büro maßzuschneidern, das den ureigenen Bedürfnissen entspricht. Und dese Bedürfnisse können abweichen von den Vorstellungen der Büromöbelhersteller. Möglicherweise haben auch Frauen noch andere Bedürfnisse in Bezug auf ihre Arbeitsumgebung als Männer. Auch brauchen sehr kreative Menschen vermutlich eine andere Umgebung als Menschen, die einen anderen Stil haben. Damit meine ich nicht Chaos. Im Gegenteil: Ich bin umso kreativer, je mehr Ordnung und Struktur ich habe.

Hier ein paar Fragen, die dabei helfen können, das individuelle Wohlfühl-Büro zu gestalten:

  • Was ge- und was missfällt mir in meinem derzeitigen Büro?
  • Was gibt mir derzeit Energie und was nimmt  mir Energie, wenn ich mich in meinem Büro aufhalte oder wenn ich daran denke?
  • Was sind wesentliche Aktivitäten in meiner Arbeit und welche Bedingungen brauche ich für die einzelnen Aktivitäten (zB Strategien ersinnen, Planungen erstellen, Controlling durchführen, Korrespondenz, Telefonate, Besprechungen ...)?
  • Ist das Büro für alle meine Aktivitäten überhaupt der richtige Ort oder kann ich zum Beispiel viel besser im Café nachdenken?
  • Was fördert meine Konzentration und Produktivität und was bremst sie?
  • Wie weit werden die vorhandenen Möbel und Geräte sowie deren Anordnung  meinen Bedürfnissen gerecht?
  • Wie würde eine ideale Situation aussehen?
  • Was kann ich konkret tun, um sie zu schaffen?

Für mich haben diese und andere Fragen bewirkt, dass ich dabei bin, einen Teil des Mobiliars und einen Teil der Geräte zu ersetzen. Ich habe meine Ablage drastisch reduziert und neu geordnet. Die Farbe "Rot" spielt eine größere Rolle. Es entsteht mehr "Freiraum" in jeglicher Hinsicht.

Der Trend zur Individualisierung ist auf breiter Ebene vorhanden. Für Möbelhersteller - nicht nur im Bürobereich - können durchaus noch Potenziale vorhanden sein. Individualisierung bedeutet nicht nur, aus vorgegebenen Modulen eine eigene Zusammenstellung zu wählen. Sondern Individualisierung bedeutet letztlich, dass die Möbel sich an die Menschen anpassen und nicht die Menschen an die Möbel.
Sicher gibt es schon einiges, das in diese Richtung geht. Aber ebenso sicher ist, dass die Potenziale noch nicht ausgeschöpft sind.

Wie kann es nach einem Vortrag weiter gehen?

In den letzten Tagen tauchte in verschiedenen Gesprächen, die ich geführt habe, das Bild vom Stein auf, den man ins Wasser wirft und der dann weitere Kreise zieht. Daran fühlte ich mich erinnert, als ich Burkhard Schneiders Beitrag las, der sich auf meinen Vortrag im Erfolgsteam-Club bezog.

In seinem Beitrag Warum ein interaktiver Vortrag nicht nach der Veranstaltung enden muss geht  Burkhard Schneider  auf verschiedene Möglichkeiten ein, nach einem Vortrag mit den Teilnehmern und potenziellen Kunden in Kontakt zu bleiben.

Ich finde seine Anregungen, wie man die Kommuniktionskette fortsetzen kann, höchst spannend. Sie haben mich inspiriert, über seine Vorschläge und weitere Möglichkeiten nachzudenken. Hier zunächst noch einmal Burkhard Schneiders Vorschläge:

  • Zettel und Kugelschreiber mit meinen Kontaktdaten verteilen, auf denen die Teilnehmer ihre Notizen aufschreiben können
  • Handout mit großen Notizfeldern austeilen, auf denen die Teilnehmer wichtige Erkenntnisse notieren können
  • Die wichtigsten Regeln auf einer scheckkartengroßen drucken und an die Teilnehmer verteilen
  • In den Folgetagen weiterführende Informationen zuschicken
  • Tauschgeschäft anbieten: Wer sich nach einer Woche meldet und seine Fortschritte meldet, bekommt weitere Tipps zum Nulltarif
  • Nach einer Woche bei den Teilnehmern nachfragen, welche Ideen sie umgesetzt haben
  • Teilnehmer im Blog präsentieren, die Ideen aus dem interaktiven Vortrag umgesetzt haben
  • Ein Forum oder Ning-Network auflegen, in dem die Teilnehmer weiter diskutieren können

Jede einzelne dieser Ideen ist machbar, wobei der Aufwand natürlich unterschiedlich ist. Weitere Möglichkeiten könnten sein:

  • Die Teilnehmer schreiben bis zu drei Punkten auf, die sie erreichen wollen, und lassen sich vom Referenten / der Referentin einige Wochen später daran erinnern.
  • Die Teilnehmer erhalten Unterlagen, mit denen sie weitere Informationen anfordern und / oder sich für einen Newsletter registrieren lassen können.
  • Vortragende/r und/oder Veranstalter/in prämieren die schnellste und/ oder kreativste Umsetzung.
  • Referent/in und/oder Veranstalter/in bieten als Belohnung für jemanden, der etwas umgesetzt hat, einen "heißen Stuhl" an, um weitere Anregungen zu erhalten. Das kann sowohl in einer weiteren Veranstaltung geschehen oder virtuell im Rahmen einer Telefonkonferenz oder eines Weblogs (vorausgesetzt, der Teilnehmer ist einverstanden, mit seinen Themen in die Öffentlichkeit zu gehen)
  • Der Referent / die Referentin besucht weitere Veranstaltungen dieser Reihe.
  • Der Referent / die Referentin wird Kunde bei interessanten Teilnehmern.
  • Vernetzung mit Teilnehmern über XING

Sicher gibt es noch viele weitere Ideen. Ich bin neugierig auf die Fortsetzung. Mir zeigt diese Diskussion wieder einmal, wie viele Möglichkeiten es immer gibt, etwas weiter zu entwickeln. Einige Punkte habe ich mir ganz konkret zur weiteren Umsetzung notiert.

27. Mai 08

Was ist das Geheimnis von Support-Teams?

Gestern habe ich einen Vortrag vor dem Erfolgsteam-Club in Frankfurt gehalten. Es hat viel Freude gemacht. Nicht zuletzt lag das daran, dass eine sehr aufgeschlossene, interessierte Stimmung herrschte und ein insgesamt sehr positiver Spirit zu spüren war. Man merkte, dass hier Unternehmer versammelt waren, die mit Herzblut bei der Sache sind und sich gegenseitig unterstützen, weiter zu wachsen.

Das bringt mich zu der Frage: Was ist das Geheimnis von Support-Teams?

Denn der positive Effekt einer Gruppe von Gleichgesinnten zeigt sich ja in vielerlei Zusammenhängen, zum Beispiel:

  • in Erfolgsteams
  • bei den Weight Watchers
  • in Fitnesskursen und sogar schon,  wenn man sich mit jemandem regelmäßig zum Tennis verabredet
  • in so genannten Mastermind-Gruppen, wie sie erstmals von Napleon Hill beschrieben wurden und in denen es unter anderem um gegenseitige Inspiration geht
  • in Meditationsgruppen.

Auch in meinen Gruppenprogrammen, zum Beispiel dem Business Re-birthing, wirkt die Gruppe sehr unterstützend.

Vermutlich sind mehrere Ursachen dafür maßgeblich, dass man in einer Gruppe Gleichgesinnter seine Ziele leichter erreicht:

1. Menschen sind in hohem Maße von ihrer Umgebung abhängig und werden durch diese geprägt. Menschen, die sich Ziele setzen und auf deren Realisierung konsequent hinarbeiten, sind in der Minderheit. Wenn man viel Zeit in einer Umgebung verbringt, wo Zielsetzung und Zielerreichung nicht gefördert werden, man vielleicht sogar dafür verspottet wird, ist es sehr viel schwerer, den eigenen Weg weiter zu verfolgen, als wenn andere gleiche Wertvorstellungen haben. Man muss keine Energie mehr dafür verwenden, sich zu verteidigen oder zu rechtfertigen, sondern kann diese Energie konstruktiv für das einsetzen, worum es einem wirklich geht.

2. Etwas anders gelagert ist die Situation für Solo-Unternehmer und andere Einzelkämpfer. Sie müssen sehr viel Disziplin aufbringen, um sich immer wieder selbst zu motivieren. In einer Gruppe kann man sich gegenseitig motivieren.

3. In einer guten Gruppe findet gegenseitige Unterstützung in vielerlei Hinsicht statt: Moralisch, wie gerade beschrieben, und auch praktisch durch Informationsaustausch, gegenseitiges Feedback und mehr.

4. Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, in der alle ein Ziel erreichen wollen, spornt an, wenn man einen Durchhänger an. In einem Fitnesskurs beispielsweise lässt sich gut erleben, dass man selbst auch noch ein paar Wiederholungen mehr schafft, wenn man sieht, dass die anderen auch weiter machen. Auf sich alleine gestellt, würde man unter Umständen eher aufgeben. Eine gute Gruppe in diesem Sinne erhöht also die Leistung des Einzelnen. Anders kann es sich in firmeninternen Teams verhalten, in denen nicht selten das schwächste Glied das Niveau bestimmt.

5. Und nicht zuletzt hat es etwas mit Energie zu tun. Meine Erfahrung ist, dass in einer guten Gruppe ein Kraftfeld entsteht, das alle ein Stück weit anhebt.

Was können Sie tun, wenn Sie für die Erreichung eines wichtigen Ziels ein Support-Team suchen?

  • Sie können recherchieren, ob es schon irgendwo eine Gruppe gibt, in der Sie mit Ihren Zielen sich gut aufgehoben fühlen.
  • Sie können selbst eine Gruppe ins Leben rufen.

In jedem Fall sollten Sie darauf achten, dass Sie sich in der Gruppe wirklich wohl fühlen, dass ein ausgeglichener Austausch von Geben und Nehmen stattfindet und Sie sich gegenseitig ergänzen. Mireille-Gaby Siebert, Initiatorin der Frankfurter Erfolgsteams, erläuterte mir, dass sie und Burkhard Schneider viel Sorgfalt darauf verwenden, die Gruppen zusammenzustellen, so dass ein guter Mix von Erfahrungen, Fähigkeiten und Wachstumsbedarf vorhanden ist, von dem alle profitieren. Offenbar haben die beiden dafür ein gutes Händchen.

 

21. Mai 08

Wachstumsstrategien für Dienstleister

Jedes Unternehmen will wachsen. Doch Dienstleister stehen dabei vor besonderen Hürden. Wie vermittelt man potenziellen Kunden den Nutzen von Leistungen, die weder zu sehen noch anzufassen sind? Wie kann man wachsen, wenn alles auf die eigene Person abgestellt ist? Wie wird man bekannt?

Auf diese und andere Fragen gehe ich am Montag, d. 26.05.2008,in einem interaktiven Vortrag ein, den ich im Erfolgsteam-Club in Frankfurt halte.

Als Schwerpunkte sind geplant:

  • Die 5 Säulen des Wachstums
  • Wie lässt sich etwas Unsichtbares verkaufen*
  • Welche Rolle spielt PR beim Wachstum?

Einzelheiten:

Montag, d. 26.05.2008 von 19.00 Uhr bis  22:00 Uhr

Hotel Bristol, Ludwigstr. 15, 60327 Frankfurt am Main,

Teilnahmebeitrag:  25,00 EUR

Im Anschluss an den Vortrag ist Gelegenheit zum Networking.

Anmeldung hier.

15. Mai 08

Der Faktor Mensch

Unter diesem Titel ist im Blog von Marketing-Berater Marcel Schreyer, der die  Marketing-Agentur comma5 marketing services in Waiblingen leitet, eine Rezension meines Buches "Wachstumsstrategien für Solo- und Kleinunternehmer" erschienen, über die ich mich sehr freue. Unter anderem heißt es in der Besprechung:

" Es ist wirklich ein Pflichtratgeber für alle Einzelkämpfer, ein Leitfaden zur Selbsterkennung, eine   praktische Sammlung von Checklisten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Auch wenn man selbst gut zurechtkommt, hat man beim Lesen ständig diese Deja-Vus: “Ja, genau richtig. So ging es mir auch. Genau das ist der Knackpunkt…”

Ist "großes" Denken gefährlich?

Im beruflichen Alltag ist das Risiko groß, sich in den Details zu verzetteln. Das macht nicht nur wenig Freude, sondern kann schlimmstenfalls dazu führen, das große Ganze aus den Augen zu verlieren.

Daher ist es wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen, worum es eigentlich geht. Das hat etwas mit „großem“ Denken zu tun. 

Was ist „großes“ Denken?

Wie groß oder klein jemand denkt, zeigt sich in vielen Bereichen. Einige sind hier aufgeführt: 

  • Wer bin ich? Sehe ich mich in erster Linie mit meinen Unzulänglichkeiten und Problemen? Oder fokussiere ich mich auf mein Potenzial, meine Fortschritte und das in mir, was über alle körperlichen und mentalen Begrenzungen hinausgeht? 
  • Was will ich erreichen? Geht es nur darum, die heutige to-do-Liste abzuarbeiten? Den nächsten Auftrag zu bekommen? Oder habe ich ein Ziel, das über mich selbst hinausreicht? Das mich zwingt, mich zu strecken und zu wachsen? Das andere Menschen und deren Wohlergehen einschließt? 
  • In welchen Zeiträumen denke ich? Denke ich an das, was ich kurzfristig erreichen will? Im nächsten Jahr? Oder geht mein Horizont weiter? Dank der verlängerten Lebenserwartung haben wir statistisch noch Jahrzehnte vor uns, wenn wir heute in den Fünfzigern sind. Was lässt sich alles in dieser Zeit erreichen? 
  • Welche Reichweite gestehe ich mir zu? Will ich mich in einem engen Radius bewegen, in dem Kreis derer, die mich ohnehin schon kennen? Oder will ich mehr nach außen treten und mit meiner Arbeit viel mehr Menschen erreichen als bisher? Wenn ja, was ist dazu nötig? 
  • Wie sehe ich andere? Sehe ich ihre Fehler und Schwächen? Oder sehe ich in Ihnen das große Potenzial, das wir alle zur Verfügung haben? Achte ich auf das, was mich nervt? Oder verstärke ich das, was mich anzieht, mich positiv berührt und mich mit dem anderen verbindet?

 Ist „großes“ Denken gefährlich? 

Viele Menschen haben Angst davor, sich „große“ Gedanken zu erlauben. Sie fürchten, sich lächerlich zu machen. Sie fürchten, hinter dem zurückzubleiben, was sie sich selbst als Ziel gesetzt haben und dann dumm dazustehen. Sie fürchten, den Anschluss an andere zu verlieren. 

Darum machen sich viele klein. Kleiner, als sie in Wirklichkeit sind. 

In Wahrheit ist das das Gefährliche. 

Wer sich unnötig klein macht, lässt seine Fähigkeiten verkümmern. Unzufriedenheit kommt auf, die jedoch nicht konstruktiv eingesetzt wird, um etwas zu ändern. Unter Umständen wird die Energie eingesetzt, um andere ebenfalls klein zu halten. Ein unguter Kreislauf. 

„Großes“ Denken liebt die Weite, den Horizont, Perspektiven und Möglichkeiten. Es gibt anderen die Erlaubnis, ebenfalls ihre Größe zu entfalten. 

Allerdings gibt es ein Risiko: Dass dem Denken kein Handeln folgt. Dass man in Tagträumereien verharrt, um nach dem Aufwachen die Begrenzungen und Probleme des Hier und Jetzt seufzend zu akzeptieren. 

Meine Erfahrung ist wieder und wieder: Wenn wir entschlossen und mutig nach vorne gehen, um aus den Ideen Realität werden zu lassen, erhalten wir Unterstützung. Um uns herum ändert sich auch etwas. Manchmal geschehen schier unglaubliche Zufälle. 

Und alles hat begonnen mit einem „großen“ Gedanken. 

Worauf richten sich Ihre Gedanken heute?

Was tun, wenn die Zielgruppe keine Gruppe ist? Oder: Wo ist die Stecknadel im Heuhaufen?

Im klassischen Marketingdenken gibt es genau abgegrenzte Zielgruppen, die man mit einem sorgfältig ausgearbeiteten Marketinginstrumentarium erreichen kann. Nachdem äußere Merkmale immer weniger geeignet sind, Gemeinsamkeiten zu begründen und stattdessen qualitative Faktoren, wie zum Beispiel Lifestyle und Werte, Menschen miteinander verbinden, wird es immer schwieriger, die Zielgruppe genau zu klassifizieren.   

Speziell bei Solo- und Kleinunternehmern beobachte ich außerdem häufig eine gewisse Aversion, sich festzulegen. Eine Karrriereberaterin möchte alle diejenigen ansprechen, die sich beruflich verändern wollen. Ein Unternehmensberater bietet seine Leistungen für Unternehmen an, die ihre Führungskultur verändern wollen. Eine Druckerei möchte alle diejenigen bedienen, die an besonderer Druckqualität interessiert sind.

Sie alle haben das gleiche Problem: Die Anzahl der potenziellen Kunden ist unüberschaubar. Wie sollen sie diejenigen herausfinden, bei denen aktueller Bedarf besteht? Die Situation ist vergleichbar der  Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen.

Wo ist die Stecknadel im Heuhaufen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, mit diesem Problem umzugehen.

Einer kann darin bestehen, die potenzielle Kundengruppe näher einzugrenzen. So kann sich die Karriereberaterin vorwiegend an Ingenieure oder Krankenschwestern wenden. Der Unternehmensberater kann sich auf bestimmte Branchen oder Unternehmensgrößen konzentrieren. Die Druckerei kann eine regionale EIngrenzung vornehmen.

Das hilft aber nicht immer wirklich weiter. Denn es bleibt die Frage, wie man aus diesem zwar verkleinerten, aber immer noch großen Universum diejenigen herausfindet, die aktuell an der angebotenen Leistung interessiert sind oder dafür begeistert werden können.

Das Problem ist letztlich, dass das, was als "Zielgruppe" bezeichnet wird, im Grunde keine echte Gruppe ist, sondern einzelne Individuen oder Organisationen, die außer durch gemeinsame Interessen, Werte oder Lebenslagen nichts miteinander gemein haben.

Das bedeutet, dass alle Marketingmaßnahmen hohe Streuverluste aufweisen.

Wo sind mehrere Stecknadeln beisammen?

Zielgerichteter kann man vorgehen, wenn man nach echten "Gruppen" Ausschau hält, also nach einem gemeinsamen Band,  das die Individuen oder Menschen verbindet. Um bei der Analogie der Stecknadel im Heuhaufen zu bleiben, wäre hier die Frage, wo mehrere Stecknadeln beisammen sind. Das können Netzwerke realer und virtueller Art sein, Organisationen, Verbände, Vereine, Clubs etc. Hier ist das gemeinsame Kennzeichen die Mitgliedschaft.

Aber auch Messen, Kongresse, Seminarveranstaltungen und sonstige Events, wo sich punktuell Gleichgesinnte treffen, können geeignet sein.

Hier kann Marketing sehr viel fokussierter betrieben werden, ob man nun Flyer auslegt,  einen Vortrag hält oder eine sonstige Maßnahme durchführt.

Mit welchem Magneten zieht man die Stecknadeln an?

Ein guter Vortrag kann wie ein Magnet wirken, mit dem man aus dem Heuhaufen der potenziellen Interessenten diejenigen anzieht, die wirklich Kunde werden wollen.

Ein weiterer Magnet kann Pressearbeit sein. In der Presse zu sein, bedeutet nicht automatisch, damit auch Kunden zu gewinnen. Dazu müssen mehrere Faktoren erfüllt sein wie zum Beispiel Regelmäßigkeit von Pressearbeit, Relevanz der Medien und der Themen und mehr.

Doch Pressearbeit kann dann interessant sein, wenn die potenziellen Interessenten sehr vereinzelt sind. Durch Presseveröffentlichungen werden sie aufmerksam und kommen auf den Unternehmer zu. Das ist eine Situation, von der viele Selbstständige träumen.

Das bedeutet nicht, dass man die Journalisten als Erfüllungsgehilfen für das eigene Marketing betrachten darf. Das sind sie nämlich nicht. Doch wenn man etwas Interessantes und Neues zu bieten hat, dass für die Leser wertvoll ist, sind Journalisten immer zu interessieren. In dem Telefonseminar mit PR-Expertin Elita Wiegand gehen wir ausführlicher auf diese Themen ein.


Wie kommt man eigentlich in die Medien?

„Ich habe in der Zeitung über Sie gelesen“. Ist es nicht ein geheimer Traum vieler Unternehmer/innen, so von einem neuen Kunden angesprochen zu werden? Damit dieser Traum Wirklichkeit werden kann, müssen Sie sich einen Namen machen, sich positionieren, Ihr Image aufbauen. Dazu ist eine effektive Presse-und Öffentlichkeitsarbeit unabdingbar.

Aber wie kommen Sie in die Medien? Was müssen Sie tun, damit eine Zeitung oder ein Wirtschaftsportal über Sie berichtet? Wie begeistern Sie Journalisten für Ihr Thema? Wie können Sie das Internet für Ihre PR nutzen?

Diese und weitere Fragen sind Gegenstand eines Telefonseminars der Reihe „Expertentalk“, zwischen Wachstumscoach Monika Birkner und PR-Expertin Elita Wiegand. Die ehemalige WDR-Redakteurin Elita Wiegand ist Leiterin des Düsseldorfer Wirtschaftsportals Business-on.de  sowie einer PR-Beratung. Außerdem Ist sie Gründerin und Leiterin des Business-Clubs innovativ.in. Monika Birkner ist durch zahlreiche Medienberichte bekannt und wird regelmäßig von Journalisten angesprochen.

In dem Telefonseminar  erhalten Sie Hintergrundinfos für eine effektive Pressearbeit. Sie erfahren unter anderem:

  • was PR kann und wo die Grenzen sind
  • wie Sie Ihre Zielgruppe über PR erreichen
  • wie Sie Kontakte zu Journalisten knüpfen
  • was im Umgang mit Journalisten besonders zu beachten ist
  • wie eine professionelle Pressemitteilung aussieht.

Außerdem können Sie bereits im Vorfeld und auch während der Telefonkonferenz Fragen stellen, die Sie besonders interessieren.

Ergänzend zu dem Telefonseminar und dessen Mitschnitt als MP3-Datei erhalten Sie ein umfangreiches Hand-out mit weiterführenden Informationen, wichtigen Adressen und Buchtipps. 

Termin: Mittwoch, d. 21.05.2008 von 16.30 Uhr  bis ca. 17.45 Uhr

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit hier.

06. Mai 08

Hinter die Kulissen geschaut: Ist Bloggen gut fürs Marketing?

Vor ein paar Tagen fand der Expertentalk mit Burkhard Schneider statt, bei dem es um die Frage ging, wie weit Blogs als Marketinginstrumente für Selbstständige taugen. Es war eine höchst spannende Veranstaltung, bei der sowohl Neulinge wie auch "alte Hasen" auf ihre Kosten kamen.

Mein generelles persönliches Fazit ist, dass Bloggen neue Dimensionen eröffnet. Auf der einen Seite gelten die allgemeinen Regeln für Positionierung, damit das Blog regelmäßige Leser findet. Gleichzeitig entwickeln sich neue Regeln. Authentizität wird unter Umständen wichtiger als die schöne Fassade. Networking spielt eine größere Rolle, während traditionelles Marketing die 1:1-Ansprache potenzieller Kunden pflegt. Content ist wichtiger als die hübsche Verpackung. Blogging kann den Markteintritt erleichtern und damit eine vergleichsweise preiswerte Maßnahme sein im Vergleich zu teuren Werbekampagnen. Und sicher gibt es noch weitere Aspekte.

Deutlich wurde auch, dass es nicht "die" Regel gibt, sondern dass unterschiedliche Blogs auf unterschiedliche Art und Weise erfolgreich sind.

Und nicht zuletzt: Wer sich für Bloggen entscheidet, sollte Spaß daran haben.

Wer nicht "live" dabei sein konnte, kann noch nachträglich den Mitschnitt erwerben (29,95 Euro zzgl. ges. MWSt) per Mail an mailto(at)monika-birkner(Punkt).de.





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