Ist "großes" Denken gefährlich?
Im beruflichen Alltag ist das Risiko groß, sich in den Details zu verzetteln. Das macht nicht nur wenig Freude, sondern kann schlimmstenfalls dazu führen, das große Ganze aus den Augen zu verlieren.
Daher ist es wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen,
worum es eigentlich geht. Das hat etwas mit „großem“ Denken zu tun.
Was ist „großes“ Denken?
- Wer bin ich? Sehe ich mich in erster Linie mit meinen
Unzulänglichkeiten und Problemen? Oder fokussiere ich mich auf mein Potenzial,
meine Fortschritte und das in mir, was über alle körperlichen und mentalen Begrenzungen
hinausgeht?
- Was will ich erreichen? Geht es nur darum, die heutige
to-do-Liste abzuarbeiten? Den nächsten Auftrag zu bekommen? Oder habe ich ein
Ziel, das über mich selbst hinausreicht? Das mich zwingt, mich zu strecken und
zu wachsen? Das andere Menschen und deren Wohlergehen einschließt?
- In welchen Zeiträumen denke ich? Denke ich an das, was ich
kurzfristig erreichen will? Im nächsten Jahr? Oder geht mein Horizont weiter?
Dank der verlängerten Lebenserwartung haben wir statistisch noch Jahrzehnte vor
uns, wenn wir heute in den Fünfzigern sind. Was lässt sich alles in dieser Zeit
erreichen?
- Welche Reichweite gestehe ich mir zu? Will ich mich in einem
engen Radius bewegen, in dem Kreis derer, die mich ohnehin schon kennen? Oder
will ich mehr nach außen treten und mit meiner Arbeit viel mehr Menschen
erreichen als bisher? Wenn ja, was ist dazu nötig?
- Wie sehe ich andere? Sehe ich ihre Fehler und Schwächen? Oder sehe ich in Ihnen das große Potenzial, das wir alle zur Verfügung haben? Achte ich auf das, was mich nervt? Oder verstärke ich das, was mich anzieht, mich positiv berührt und mich mit dem anderen verbindet?
Viele Menschen haben Angst davor, sich „große“ Gedanken zu
erlauben. Sie fürchten, sich lächerlich zu machen. Sie fürchten, hinter dem
zurückzubleiben, was sie sich selbst als Ziel gesetzt haben und dann dumm dazustehen.
Sie fürchten, den Anschluss an andere zu verlieren.
Darum machen sich viele klein. Kleiner, als sie in
Wirklichkeit sind.
In Wahrheit ist das das Gefährliche.
Wer sich unnötig klein macht, lässt seine Fähigkeiten
verkümmern. Unzufriedenheit kommt auf, die jedoch nicht konstruktiv eingesetzt
wird, um etwas zu ändern. Unter Umständen wird die Energie eingesetzt, um
andere ebenfalls klein zu halten. Ein unguter Kreislauf.
„Großes“ Denken liebt die Weite, den Horizont, Perspektiven
und Möglichkeiten. Es gibt anderen die Erlaubnis, ebenfalls ihre Größe zu
entfalten.
Allerdings gibt es ein Risiko: Dass dem Denken kein Handeln
folgt. Dass man in Tagträumereien verharrt, um nach dem Aufwachen die
Begrenzungen und Probleme des Hier und Jetzt seufzend zu akzeptieren.
Meine Erfahrung ist wieder und wieder: Wenn wir entschlossen
und mutig nach vorne gehen, um aus den Ideen Realität werden zu lassen,
erhalten wir Unterstützung. Um uns herum ändert sich auch etwas. Manchmal
geschehen schier unglaubliche Zufälle.
Und alles hat begonnen mit einem „großen“ Gedanken.
Worauf richten sich Ihre Gedanken heute?

Das mit der Halluzination gefällt mir. Sorgen wir dafür,dass unsere Visionen nicht dieses Schicksal erleiden, sondern Wirklichkeit werden.
Viele Grüße
Monika Birkner
Kommentiert von:Monika Birkner | 16. Mai 08 um 22:20 Uhr
großes denken ist wesentlich - klar, und sollte immer vom tun gefolgt sein - wobei:
failure is not an option, it´s a guarantee (gefunden bei hale dwoskin)
dennoch:
THINK BIG - and act accordingly... (doc sarah)
wenn nicht jetzt, wann dann? (motto von golda meir nach rabbi hillel)
jede nicht gelebte vision ist eine halluzination (hat glaub ich mutter theresa gesagt)
Kommentiert von:Doc Sarah | 15. Mai 08 um 21:20 Uhr