Business Reflections

16. Juli 08

PC-Crash: Erkenntnisse und Konsequenzen

Nachdem mein PC sich mit einer Rauchwolke aus dieser Inkarnation verabschiedet hatte, gab es einige etwas stressige Tage und wichtige Erkenntnisse. Obwohl jedes Business natürlich seine Besonderheiten hat, sind einige Erkenntnisse sicher zu verallgemeinern und vielleicht auch für andere hilfreich.

Drei Herausforderungen gibt es in einer solchen Situation:

1. Schnelle Lösung des aktuellen Problems
2. Sicherstellung der weiteren Arbeit und der Kundenkommunikation
3. Emotionaler Umgang mit der Situation.

Schnelle Lösung des aktuellen Problems

Anders als Privatpersonen sind Selbstständige auf Ihren PC angewiesen und leisten ihn sich nicht als Hobby. Ein Ausfall kann richtig ins Geld gehen.

Hilfreich für eine schnelle Lösung sind:

  • alle Programm-CDs und sonst nötigen Informationen gut sortiert bereit zu halten
  • bei Programmen, die aus dem Internet heruntergeladen wurden, die erforderlichen Daten (Lizenz-Nummer, Zugangscodes etc.) außerhalb des ja nun nicht mehr zur Verfügung stehenden PCs aufzubewahren
  • eine regelmäßige Datensicherung durchgeführt zu haben.

Sicherstellung der weiteren Arbeit

Die Welt steht nicht still, wenn der PC ausfällt. Termine sind einzuhalten, Projekte gehen weiter, Kunden warten auf die versprochenen Leistungen. Sinnvoll ist, für solche Situationen vorgesorgt zu haben. Dazu gehören:

  • frühzeitig ein Back-up-System zu planen: Welche Daten/Informationen werden benötigt (zum Beispiel Adress-System und sonstige Kundendaten,  Kalender etc.)? Wo werden die Daten gespeichert? Wie wird die regelmäßige Synchronisation sicher gestellt?
  • das Back-up-System einzurichten
  • die Disziplin aufzbringen, es täglich zu aktualisieren.Dazu gehören auch Back-ups wichtiger Projektunterlagen.

Emotionaler Umgang mit der Situation

Im Zweifel fällt ein PC gerade dann aus, wenn man es gar nicht gebrauchen kann.Je nach Temperament und aktuellen Umständen reagiert sicher jeder etwas anders. Zu meinen Stärken gehört, dass ich in solchen Situationen eher ruhig werde. HIlfreich können folgende Überlegungen sein.

  • Was hätte noch Schlimmeres passieren können?
  • Wie kann ich die Situation bestmöglich nutzen? Möglicherweise gibt es andere Arbeiten, die sich erledigen lassen, solange der PC nicht zur Verfügung steht.
  • Worin liegt das Geschenk in dieser Situation? Diese Frage liegt vielleicht nicht sonderlich nahe. Doch meine Erfahrung ist, dass alles, was mir zustößt, letztlich ein Geschenk des Lebens ist. Nur manchmal ist die Verpackung ein bisschen verschrumpelt. Bei mir hat es offen gestanden auch etwas gedauert, bis ich in diesem Fall das Geschenk erkannt habe. Im Grunde waren es sogar mehrere Geschenke: ein leiserer und schnellerer PC; wunderbare Hilfe, für die sehr dankbar bin; überraschende persönliche Erkenntnisse zu einem Lebensthema.

Ich  freue mich über weitere Tipps und Anregungen zu diesem Thema.

02. Juli 08

Architektenmarketing und Tag der Architektur

Architekten haben gegenüber etlichen anderen Berufsgruppen - zum Beispiel Beratern - den unschätzbaren Vorteil, dass ihre Leistungen sinnlich erfahrbar sind. Marketing muss sich also nicht in Beschreibungen erschöpfen, sondern kann diese Erfahrung vermitteln. Am Wochenende fand bundesweit der Tag der Architektur statt, an dem Architekten Gebäude zeigten und erläuterten. Regional gibt es mitunter ähnliche Veranstaltungen. Wie sinnvoll kann eine Teilnahme im Rahmen eines Gesamt-Marketingkonzeptes sein?

Einige Vorteile, am Tag der Architektur oder einem vergleichbaren Event teilzunehmen:

  • Potenzielle Bauherren erleben das fertige "Produkt". Für viele Menschen gibt die sinnliche Gesamtwahrnehmung andere Informationen als Zeichnungen, Pläne oder Modelle.
  • Der/die Architekt/in kann das Konzept, das hinter dieser Architektur steht, erläutern. Dieses erschließt sich einem Laien nicht von selbst.
  • Man kann sich persönlich kennen lernen und schauen, wie weit die persönliche Chemie stimmt.
  • Im Internet gibt es einen Link zur Website des Architekturbüros.
  • Dieser Link ist auch nach Jahren noch vorhanden.
  • Der/die Architekt/in kann die Teilnahme auf der eigenen Website kreativ bewerben.
  • Der Veranstalter übernimmt einen Teil der Werbung.
  • Dadurch werden potenzielle Interessenten aufmerksam, die man sonst vielleicht nicht erreicht hätte.
  • Bestehende Kontakte können gezielt eingeladen werden.
  • Selbst wenn nicht viele potenzielle Bauherren da sind, können über die anwesenden Teilnehmer sich weitere Kontakte ergeben. Es ist heute in vielen Bereichen so, dass so genannte "weak ties" (eher lose Verbindungen) maßgeblicher für einen Vermittlungserfolg sind als so genannte "strong ties" (enge Verbindungen). Für die Jobsuche ist das sogar, wenn ich mich recht erinnere, wissenschaftlich untersucht worden.

Mögliche Nachteile:

  • Aufwand für die Vorbereitung und die Präsentation.
  • Es ist keineswegs sicher, dass potenzielle Bauherren zu dem Event kommen.
  • Möglicherweise sind mehr Wettbewerber da als Interessenten.
  • Potenzielle Interessenten sind bei einer Parallel- Veranstaltung. Zumindest in Frankfurt fanden sehr viele Veranstaltungen zeitgleich statt.

Letztlich muss man im Einzelfall abwägen, wie weit die Teilnahme an einem derartigen Event aussichtsreich erscheint. Das hängt von vielen Faktoren ab. Wer sich zu einer Teilnahme entschließt, sollte sich allerdings nicht allein auf den Veranstalter verlassen, sondern auch selbst kräftig die Werbetrommel rühren. Denn auch bestehende Kontakte, selbst wenn sie kein eigenes Bauvorhaben in Angriff nehmen wollen, können andere kennen,für die die Informationen hoch interessant sind.

Wer nicht an einer offiziellen Veranstaltung wie dem Tag der Architektur teilnehmen mag, hat immer noch die Möglichkeit, mit einigen Kollegen etwas Eigenes zu organisieren. Vor einiger Zeit beispielsweise gab es im Rhein-Main-Gebiet eine Ausstellung, bei der Künstler in Privatwohnungen - nicht zwangläufig ihre eigenen Wohnungen - einluden und dort ihre Kunstwerke zeigten. Das war eine hochspannende Angelegenheit. Für Bauwerke lässt sich etwas Vergleichbares ebenfalls vorstellen.


01. Juli 08

Halbzeit-Test: Wo stehen Sie?

Nicht nur im Fußball dient die Halbzeit dazu, das bisherige Spiel zu bewerten und sich für die zweite Hälfte neu auszurichten. Unternehmer/innen und Selbstständige können davon ebenfalls profitieren. Der Beginn der zweiten Jahreshälfte ist dazu eine gute Gelegenheit. Wollen Sie wissen, wo Sie stehen? Der folgende Kurz-Test erlaubt Ihnen eine erste Einschätzung.

  1. Welche Ziele haben Sie erreicht und mit welchen Strategien? Was hat nicht funktioniert und warum?
  2. Wie haben sich Ihre Situation am Markt und Ihre Kundenbeziehungen verändert?
  3. Wie hat sich Ihr Geschäftsmodell entwickelt? Wie zukunftssicher ist es aus heutiger Sicht?
  4. Wie haben Sie persönlich sich in den letzten Monaten entwickelt und wie wirkt sich das auf Ihr Business aus? Wie steht es um Ihre Work-Life-Balance?
  5. Welche spirituellen Qualitäten haben sich herausgebildet?
  6. Worauf sind Sie stolz?
  7. Wofür sind Sie dankbar?
  8. Was wollen Sie im zweiten Halbjahr fortführen, was wollen Sie ändern, was wollen Sie abschaffen und was wollen Sie neu einführen?

Natürlich können Ihnen diese wenigen Fragen nur ein erstes Bild vermitteln. Wenn Sie mehr ans "Eingemachte" gehen wollen, stehen Ihnen - neben den Instrumentarien, die Sie sonst schon einsetzen - mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Das Workbook "Stop & Grow" (E-Book), das Ihnen einen unternehmerischen und spirituellen Rückblick erlaubt, den Sie in Ihren eigenen Räumen und in Ihrem eigenen Tempo vollziehen können

In jedem Fall wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches zweites Halbjahr 2008.

27. Juni 08

Drei Dinge, die wir von Bill Gates lernen können

Heute hat Bill Gates seinen letzten Arbeitstag bei Microsoft, was natürlich mit einem gewaltigen Medienrummel verbunden ist. Mir sind drei Dinge aufgefallen, die wir von ihm lernen können, ohne dass wir dazu Konzernlenker sein müssten:

Neuorientierung mit 50plus als aktive Strategie

Bill Gates ist 52 und hat schon vor längerer Zeit die Weichen für die Zukunft gestellt, indem er zusammen mit seiner Frau Melinda die Bill & Melinda Gates Foundation gegründet hat, deren Zweck definiert ist als "bringing innovations in health and learning to the global community". In einer sehr strategischen und businessmäßig organisierten Weise will er damit Gesundheits- und Ernährungsprobleme in weniger entwickelten Ländern wie auch Bildungsprobleme in den USA bekämpfen.

Dass sich in der Lebensmitte Werte ändern und Prioritäten verschieben, ist gerade bei sehr erfolgreichen Menschen kein seltenes Phänomen. Lothar Seiwert, über dessen Firmenverkauf ich vor kurzem gepostet habe, ist ein weiteres Beispiel dafür.

Was derartige Menschen auszeichnet ist, dass sie ihre Gedanken nicht damit verschwenden, was sie nicht (mehr) wollen. Stattdessen denken und agieren sie zukunftsorientiert und proaktiv und setzen ihre Vorstellungen konsequent um.

Geld kann Gutes bewirken

Viele spirituell orientierten Menschen haben Probleme, Geld wertzuschätzen. Ein Bündel von negativen Glaubenssätzen kann dazu führen, dass sie Probleme haben, genug Geld für ihre Leistungen und Produkte zu verlangen und/oder anzunehmen.

Bill Gates und seine Frau Melinda beweisen, dass man mit Geld sehr viel Gutes bewirken kann. Wenn sie nur einen Bruchteil der ehrgeizigen Pläne verwirklichen, die sie mit der Stiftung verfolgen, kann daraus ein Segen für die Menschheit erwachsen. Bei der Professionailtät, mit der sie die Arbeit angehen, bin ich von ihrem Erfolg überzeugt.

Die Kraft einer großen Vision

In diesen Tagen wird oft die Vision von Bill Gates zu Anfang seiner Karriere zitiert, dass in jedem Haushalt einmal ein PC stehen solle. Wenn wir sehen, dass heute sowohl kleine Kinder wie Hochbetagte E-Mails schreiben und im Internet surfen und viele von ihnen dabei Microsoft-Produkte benutzen, sehen wir, was eine große Vision bewirken kann. Natürlich reicht es nicht, eine großartige Vision zu haben, wenn sie ein Luftschloß bleibt. Es sind organisierte und strukturierte Aktivitäten notwendig, damit sie Realität wird. Doch wenn beides zusammen kommt, kann das ein Stück weit die Welt verändern.

Einige Fragen:

1. Wie haben sich Ihre Werte im Laufe der Jahre verändert? Welche Vorstellungen haben Sie von Ihrem weiteren Leben und wie aktiv sind Sie dabei, diese umzusetzen?

2. Was würden Sie mit Ihrem Reichtum machen, wenn Sie eine Million oder eine Milliarde Euro zur Verfügung hätten? Wie wirkt sich diese Vorstellung auf Ihre Beziehung zum Geld aus?

3. Welche gechäftliche oder berufliche Vision haben Sie? Welche Auswirkungen soll das, was Sie geschäftlich oder beruflich unternehmen, auf möglichst viele Menschen haben? Wie groß können Sie denken? Was tun Sie, um Ihre Vision zu realisieren?

24. Juni 08

Die drei wichtigsten Qualitäten eines Coaches

Vor ein paar Tagen hörte ich eine Diskussion amerikanischer Coaches über die drei wichtigsten Qualitäten eines Coaches. Das hat mich animiert, über meine eigenen Erfahrungen nachzudenken. Ich halte für am wichtigsten:

  • Verbindung zu mir selbst
  • Verbindung zum Klienten
  • Verbindung zu Spirit

Verbindung zu mir selbst

Nur wenn ich in mir selbst ruhig, klar und zentriert bin, bin ich in der Lage, dem anderen eine echte Hilfe zu sein. Das beginnt mit Klarheit darüber, wen ich als Klienten akzeptiere und wen nicht. Wenn beispielweise wichtige Werte nicht übereinstimmen, hat ein Coaching schlechte Chancen.

Verbindung zu mir selbst bedeutet auch, meine eigene Wahrheit zu respektieren. Sie äußert sich in vielerlei Art und Weise. Der Inhalt dessen, was der Klient sagt, stellt nur eine Ebene dar und nicht immer die wichtigste Ebene. Darüber hinaus kommen vielfältigste Informationen herüber. Meine eigene Wahrheit zu respektieren, bedeutet daher, alle Wahrnehmungen zu nutzen, die mir zur Verfügung stehen. Das geht über die üblichen Sinneswahrnehmungen hinaus. Oft führen mich körperliche Phänomene auf die richtige Spur und helfen mir, das zu erkennen, was dem Klienten selbst aktuell nicht bewusst ist. Plötzliche Kopf- oder Magenschmerzen, Gefühle von Enge oder Weite, Anspannung oder Entspannung sind wichtige Indizien dafür, was unterhalb der Oberfläche stattfindet. Auch emotionale Reaktionen gehören zu diesen Indizien. Es hat eine Weile gebraucht, bis ich den Wert dieser Informationen erkannt und mir zugestanden habe. Heute weiß ich, dass ich, wenn ich meinen eigenen Körper als Resonanzboden betrachte und alle Wahrnehmungen einbeziehe, dem Klienten mehr helfe, als wenn ich mich  nur an seinen Worten  oder sonstigen  äußeren Gegebenheiten  orientiere.   

Dazu gehört auch, intuitive Eingebungen wahrzunehmen und sie ernst zu nehmen. Manchmal sind sie sehr überraschend und auf den ersten Blick ist nicht erkenntlich, was sie mit der aktuellen Situation zu tun zu haben. Doch jedes Mal erlebe ich, wie es positiv weitergeht, wenn ich intuitive Eingebungen - in welcher Form sie auch auftreten mögen - nutze und in den Coachingprozess einbringe. Selbst wenn ich auf Anhieb nichts damit anzufangen weiß, weiß es häufig die Klientin.

Letztlich geht es um Energie. Wenn der Klient als Folge des Coachings in einem anderen energetischen Zustand ist, kann er die anstehenden Herausforderungen von einer neuen Ebene her bewältigen.

Verbindung  zum Klienten

Verbindung zum Klienten ist mehr als oberflächlicher Rapport. Es ist letztlich die Verbindung von Herz zu Herz. Diese erlaubt der Klientin, sich zu öffnen für ihre eigene Wahrheit. Es entsteht ein geschützter Raum, in dem sie sich klar werden kann, was ihr wirklich wichtig ist im Leben wie im Business, unabhängig davon, wie weit das mit hergebrachten Konventionen oder der Meinung anderer übereinstimmt. In diesem Raum darf sie sich mit ihrer ganzen Größe zeigen wie auch mit ihrer ganzen Verletztlichkeit. Alles, was ist, darf sein. Gefühle müssen nicht mehr unterdrückt oder anderweitig verborgen werden, sondern werden einfach frei gelassen.

Es gibt keine wirkliche Trennung zwischen dem Klienten und dem Coach, weil alles Leben miteinander verbunden ist. Dass wir in einem Coachingprozess zusammen gekommen sind, hat auch etwas mit Resonanz zu tun. Meine eigenen Erfahrungen fließen mit ein. Ich bin kein Neutrum.

Gleichwohl muss ich als Coach in der Lage sein, mich aus dem Ganzen herauszunehmen. Das geschieht zum Einen durch den ständigen Fokus auf die Frage, was im derzeitigen Moment für den Klienten das Beste ist. Und zum Anderen geschieht es durch die Verbindung zu Spirit.

Verbindung zu Spirit

Die besten Coachings sind die, in denen wir beide, der Klient und ich, uns einer größeren Intelligenz öffnen können. In solchen Situationen findet eine Kommunikation anderer Art statt. Ich denke nicht mehr bewusst nach, sondern es stellen sich die richtigen Bilder und Worte ein. Die Klientin reagiert darauf wie in einem Ping-Pong-Spiel. Der gesamte Prozess wird leicht und mühelos und findet auf einer tiefen Ebene statt.

Wichtige Voraussetzung dafür ist ein guter Zugang zur eigenen Intution, sowohl auf der Seite des Klienten wie auf meiner Seite, und der Fokus auf das, was zum Besten des Klienten und aller Beteiligten ist. Und gleichwohl lässt es sich nicht erzwingen, sondern ist immer auch ein Geschenk.

Das bedeutet nicht, dass Coaching nur innere Arbeit ist. Coaching ist sehr praxisbezogen. Daher schließe ich kein Coaching ab, das nicht eine Brücke schlägt von der inneren Entwicklung, die sich während der Session vollzogen hat, zu den ganz praktischen nächsten Schritten, die sich in der äußeren Realität vollziehen. Beides gehört zusammen.  Doch ohne die innere Entwicklung  wären die äußeren Schritte nur ein "mehr desselben". Wachstum und Transformation bedeuten jedoch nach meinem Verständnis, auf eine neue Ebene der Erkenntnis und der Energie zu gelangen, um von da aus zu neuen äußeren Aktivitäten in der Lage zu sein.

23. Juni 08

27 Tipps, wie Sie Ihren Sommer gut nutzen

Nachdem der Sommer offiziell Einzug gehalten hat, lohnt es sich, darüber nachzudenken, wie dieser sich - abgesehen vom Fußballfieber - sinnvoll nutzen lässt. Im letzten Jahr habe ich dazu 27 Tipps veröffentlicht, die auf recht positive Resonanz gestoßen waren. Daher wiederhole ich sie einfach noch einmal.

Der Sommer ist für viele Menschen – ob selbstständig oder angestellt – eine ruhigere Zeit. Kunden und Kollegen sind im Urlaub. Bestimmte Projekte ruhen oder köcheln auf Sparflamme weiter.

Damit ist der Sommer die ideale Zeit, um – neben Urlaub und Erholung – endlich einmal das zu tun, was Sie schon lange tun wollten. Hier ein paar Anregungen: 

  1. eine berufliche und private Standortbestimmung vornehmen
  2. sich klar werden, was Sie mit dem Rest Ihres Lebens machen wollen
  3. Ihre Website überarbeiten
  4. Ihr Büro, Ihr Wohnzimmer oder Ihren Balkon neu gestalten
  5. ein Weblog starten (s. dazu auch das Telefonseminar mit Burkhard Schneider "Weblog - ein gutes Marketinginstrument für Selbstständige?". Der Mitschnitt ist bei mir erhältlich. Einfach eine Mail an mailto(at)monika-birkner(Punkt)de schicken).
  6. einen Marketingplan für die zweite Jahreshälfte entwickeln
  7. einige Ihrer idealen Kunden persönlich treffen
  8. ein neues Hobby ausprobieren
  9. Ihre Adress-Datenbank aktualisieren (s. dazu auch das Telefonseminar mit Rainer Willmanns "Professionelles Kontaktmanagement am Beispiel Cobra Adress Plus". Der Mitschnitt ist bei mir erhältlich. Einfach eine Mail an mailto(at)monika-birkner(Punkt)de schicken).
  10. Ihren Newsletter-Verteiler ausbauen
  11. die Bücher lesen, die Sie schon lange lesen wollten
  12. Freundschaften wieder beleben
  13. bei  Xing oder in anderen Portalen nach alten Bekannten forschen
  14. nach Foren, Weblogs und Newslettern suchen, die Sie interessieren
  15. mögliche Kooperationspartner treffen
  16. Ihre Meditationspraxis vertiefen oder neu beginnen
  17. die Erfolge des ersten Halbjahres bewusst machen und feiern
  18. sich bei den Menschen bedanken, die Ihnen im ersten Halbjahr geholfen haben
  19. sich über Ihre idealen Kunden klar werden (s. dazu auch Selbsttest "Haben Sie die richtigen Kunden?) 
  20. ein neues Produkt/eine neue Dienstleistung entwickeln
  21. ein Buch zu schreiben beginnen
  22. Ihre Preispolitik überprüfen und gegebenenfalls überarbeiten
  23. sich überlegen, für welche sozialen Ziele Sie sich engagieren möchten
  24. über die Optimierung Ihres Geschäftsmodells nachdenken (dazu eignet sich gut der Wachstumstag)
  25. eine Kundenbefragung durchführen oder vorbereiten
  26. entrümpeln (Unterlagen, PC, Krimskrams. Siehe dazu auch mein Telefonseminar "Entrümpeln, aber richtig". Der Mitschnitt ist bei mir erhältlich. Einfach eine Mail an mailto(at)monika-birkner(Punkt)de schicken).
  27. in Ruhe nach einem für Sie passenden Coach/einer für Sie passenden Coachin suchen. 

Die Liste der Möglichkeiten ist damit natürlich noch lange nicht abgeschlossen.  Ich wünsche einen erfüllten Sommer.

Nachtrag am 21.07.2008: Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Mitschnitte der Telefonseminare kosten jeweils 29,95 Euro zzgl. ges. MWSt.

09. Juni 08

Freiberufler und unternehmerisches Denken - wie passt das zusammen?

Im letzten Jahr hat die Zahl der Selbstständigen in den freien Berufen des Heilwesens, der Wirtschafts- oder Rechtsberatung, als Architekt, Ingenieur oder Publizist erstmals die Marke von einer Million überschritten. Das berichtet die FAZ unter Bezugnahme auf eine Information des Bundesverbandes der Freien Berufe.

Die freien Berufe sind ein erheblicher Wirtschaftsfaktor. Ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt hat sich gleichen Quellen zufolge auf 9,7 Prozent und damit um 0,5 Punkte im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Ein Problem vieler Freiberufler ist nach meiner Beobachtung, dass in den Ausbildungen nicht auf das unternehmerische Denken vorbereitet wird. Das später nachzuholen, ist ein Prozess, der mitunter nicht ganz ohne Blessuren vonstatten geht.

Die Rolle des unternehmerischen Denkens und die Entwicklung der Unternehmerpersönlichkeit sind auch Gegenstand eines Interviews mit changeX geführt habe, dem unabhängigen Online-Magazin für Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft.

Mit freundlicher Genehmigung von changeX ist das Interview hier nachzulesen.  

29. Mai 08

Wie kann es nach einem Vortrag weiter gehen?

In den letzten Tagen tauchte in verschiedenen Gesprächen, die ich geführt habe, das Bild vom Stein auf, den man ins Wasser wirft und der dann weitere Kreise zieht. Daran fühlte ich mich erinnert, als ich Burkhard Schneiders Beitrag las, der sich auf meinen Vortrag im Erfolgsteam-Club bezog.

In seinem Beitrag Warum ein interaktiver Vortrag nicht nach der Veranstaltung enden muss geht  Burkhard Schneider  auf verschiedene Möglichkeiten ein, nach einem Vortrag mit den Teilnehmern und potenziellen Kunden in Kontakt zu bleiben.

Ich finde seine Anregungen, wie man die Kommuniktionskette fortsetzen kann, höchst spannend. Sie haben mich inspiriert, über seine Vorschläge und weitere Möglichkeiten nachzudenken. Hier zunächst noch einmal Burkhard Schneiders Vorschläge:

  • Zettel und Kugelschreiber mit meinen Kontaktdaten verteilen, auf denen die Teilnehmer ihre Notizen aufschreiben können
  • Handout mit großen Notizfeldern austeilen, auf denen die Teilnehmer wichtige Erkenntnisse notieren können
  • Die wichtigsten Regeln auf einer scheckkartengroßen drucken und an die Teilnehmer verteilen
  • In den Folgetagen weiterführende Informationen zuschicken
  • Tauschgeschäft anbieten: Wer sich nach einer Woche meldet und seine Fortschritte meldet, bekommt weitere Tipps zum Nulltarif
  • Nach einer Woche bei den Teilnehmern nachfragen, welche Ideen sie umgesetzt haben
  • Teilnehmer im Blog präsentieren, die Ideen aus dem interaktiven Vortrag umgesetzt haben
  • Ein Forum oder Ning-Network auflegen, in dem die Teilnehmer weiter diskutieren können

Jede einzelne dieser Ideen ist machbar, wobei der Aufwand natürlich unterschiedlich ist. Weitere Möglichkeiten könnten sein:

  • Die Teilnehmer schreiben bis zu drei Punkten auf, die sie erreichen wollen, und lassen sich vom Referenten / der Referentin einige Wochen später daran erinnern.
  • Die Teilnehmer erhalten Unterlagen, mit denen sie weitere Informationen anfordern und / oder sich für einen Newsletter registrieren lassen können.
  • Vortragende/r und/oder Veranstalter/in prämieren die schnellste und/ oder kreativste Umsetzung.
  • Referent/in und/oder Veranstalter/in bieten als Belohnung für jemanden, der etwas umgesetzt hat, einen "heißen Stuhl" an, um weitere Anregungen zu erhalten. Das kann sowohl in einer weiteren Veranstaltung geschehen oder virtuell im Rahmen einer Telefonkonferenz oder eines Weblogs (vorausgesetzt, der Teilnehmer ist einverstanden, mit seinen Themen in die Öffentlichkeit zu gehen)
  • Der Referent / die Referentin besucht weitere Veranstaltungen dieser Reihe.
  • Der Referent / die Referentin wird Kunde bei interessanten Teilnehmern.
  • Vernetzung mit Teilnehmern über XING

Sicher gibt es noch viele weitere Ideen. Ich bin neugierig auf die Fortsetzung. Mir zeigt diese Diskussion wieder einmal, wie viele Möglichkeiten es immer gibt, etwas weiter zu entwickeln. Einige Punkte habe ich mir ganz konkret zur weiteren Umsetzung notiert.

27. Mai 08

Was ist das Geheimnis von Support-Teams?

Gestern habe ich einen Vortrag vor dem Erfolgsteam-Club in Frankfurt gehalten. Es hat viel Freude gemacht. Nicht zuletzt lag das daran, dass eine sehr aufgeschlossene, interessierte Stimmung herrschte und ein insgesamt sehr positiver Spirit zu spüren war. Man merkte, dass hier Unternehmer versammelt waren, die mit Herzblut bei der Sache sind und sich gegenseitig unterstützen, weiter zu wachsen.

Das bringt mich zu der Frage: Was ist das Geheimnis von Support-Teams?

Denn der positive Effekt einer Gruppe von Gleichgesinnten zeigt sich ja in vielerlei Zusammenhängen, zum Beispiel:

  • in Erfolgsteams
  • bei den Weight Watchers
  • in Fitnesskursen und sogar schon,  wenn man sich mit jemandem regelmäßig zum Tennis verabredet
  • in so genannten Mastermind-Gruppen, wie sie erstmals von Napleon Hill beschrieben wurden und in denen es unter anderem um gegenseitige Inspiration geht
  • in Meditationsgruppen.

Auch in meinen Gruppenprogrammen, zum Beispiel dem Business Re-birthing, wirkt die Gruppe sehr unterstützend.

Vermutlich sind mehrere Ursachen dafür maßgeblich, dass man in einer Gruppe Gleichgesinnter seine Ziele leichter erreicht:

1. Menschen sind in hohem Maße von ihrer Umgebung abhängig und werden durch diese geprägt. Menschen, die sich Ziele setzen und auf deren Realisierung konsequent hinarbeiten, sind in der Minderheit. Wenn man viel Zeit in einer Umgebung verbringt, wo Zielsetzung und Zielerreichung nicht gefördert werden, man vielleicht sogar dafür verspottet wird, ist es sehr viel schwerer, den eigenen Weg weiter zu verfolgen, als wenn andere gleiche Wertvorstellungen haben. Man muss keine Energie mehr dafür verwenden, sich zu verteidigen oder zu rechtfertigen, sondern kann diese Energie konstruktiv für das einsetzen, worum es einem wirklich geht.

2. Etwas anders gelagert ist die Situation für Solo-Unternehmer und andere Einzelkämpfer. Sie müssen sehr viel Disziplin aufbringen, um sich immer wieder selbst zu motivieren. In einer Gruppe kann man sich gegenseitig motivieren.

3. In einer guten Gruppe findet gegenseitige Unterstützung in vielerlei Hinsicht statt: Moralisch, wie gerade beschrieben, und auch praktisch durch Informationsaustausch, gegenseitiges Feedback und mehr.

4. Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, in der alle ein Ziel erreichen wollen, spornt an, wenn man einen Durchhänger an. In einem Fitnesskurs beispielsweise lässt sich gut erleben, dass man selbst auch noch ein paar Wiederholungen mehr schafft, wenn man sieht, dass die anderen auch weiter machen. Auf sich alleine gestellt, würde man unter Umständen eher aufgeben. Eine gute Gruppe in diesem Sinne erhöht also die Leistung des Einzelnen. Anders kann es sich in firmeninternen Teams verhalten, in denen nicht selten das schwächste Glied das Niveau bestimmt.

5. Und nicht zuletzt hat es etwas mit Energie zu tun. Meine Erfahrung ist, dass in einer guten Gruppe ein Kraftfeld entsteht, das alle ein Stück weit anhebt.

Was können Sie tun, wenn Sie für die Erreichung eines wichtigen Ziels ein Support-Team suchen?

  • Sie können recherchieren, ob es schon irgendwo eine Gruppe gibt, in der Sie mit Ihren Zielen sich gut aufgehoben fühlen.
  • Sie können selbst eine Gruppe ins Leben rufen.

In jedem Fall sollten Sie darauf achten, dass Sie sich in der Gruppe wirklich wohl fühlen, dass ein ausgeglichener Austausch von Geben und Nehmen stattfindet und Sie sich gegenseitig ergänzen. Mireille-Gaby Siebert, Initiatorin der Frankfurter Erfolgsteams, erläuterte mir, dass sie und Burkhard Schneider viel Sorgfalt darauf verwenden, die Gruppen zusammenzustellen, so dass ein guter Mix von Erfahrungen, Fähigkeiten und Wachstumsbedarf vorhanden ist, von dem alle profitieren. Offenbar haben die beiden dafür ein gutes Händchen.

 

15. Mai 08

Was tun, wenn die Zielgruppe keine Gruppe ist? Oder: Wo ist die Stecknadel im Heuhaufen?

Im klassischen Marketingdenken gibt es genau abgegrenzte Zielgruppen, die man mit einem sorgfältig ausgearbeiteten Marketinginstrumentarium erreichen kann. Nachdem äußere Merkmale immer weniger geeignet sind, Gemeinsamkeiten zu begründen und stattdessen qualitative Faktoren, wie zum Beispiel Lifestyle und Werte, Menschen miteinander verbinden, wird es immer schwieriger, die Zielgruppe genau zu klassifizieren.   

Speziell bei Solo- und Kleinunternehmern beobachte ich außerdem häufig eine gewisse Aversion, sich festzulegen. Eine Karrriereberaterin möchte alle diejenigen ansprechen, die sich beruflich verändern wollen. Ein Unternehmensberater bietet seine Leistungen für Unternehmen an, die ihre Führungskultur verändern wollen. Eine Druckerei möchte alle diejenigen bedienen, die an besonderer Druckqualität interessiert sind.

Sie alle haben das gleiche Problem: Die Anzahl der potenziellen Kunden ist unüberschaubar. Wie sollen sie diejenigen herausfinden, bei denen aktueller Bedarf besteht? Die Situation ist vergleichbar der  Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen.

Wo ist die Stecknadel im Heuhaufen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, mit diesem Problem umzugehen.

Einer kann darin bestehen, die potenzielle Kundengruppe näher einzugrenzen. So kann sich die Karriereberaterin vorwiegend an Ingenieure oder Krankenschwestern wenden. Der Unternehmensberater kann sich auf bestimmte Branchen oder Unternehmensgrößen konzentrieren. Die Druckerei kann eine regionale EIngrenzung vornehmen.

Das hilft aber nicht immer wirklich weiter. Denn es bleibt die Frage, wie man aus diesem zwar verkleinerten, aber immer noch großen Universum diejenigen herausfindet, die aktuell an der angebotenen Leistung interessiert sind oder dafür begeistert werden können.

Das Problem ist letztlich, dass das, was als "Zielgruppe" bezeichnet wird, im Grunde keine echte Gruppe ist, sondern einzelne Individuen oder Organisationen, die außer durch gemeinsame Interessen, Werte oder Lebenslagen nichts miteinander gemein haben.

Das bedeutet, dass alle Marketingmaßnahmen hohe Streuverluste aufweisen.

Wo sind mehrere Stecknadeln beisammen?

Zielgerichteter kann man vorgehen, wenn man nach echten "Gruppen" Ausschau hält, also nach einem gemeinsamen Band,  das die Individuen oder Menschen verbindet. Um bei der Analogie der Stecknadel im Heuhaufen zu bleiben, wäre hier die Frage, wo mehrere Stecknadeln beisammen sind. Das können Netzwerke realer und virtueller Art sein, Organisationen, Verbände, Vereine, Clubs etc. Hier ist das gemeinsame Kennzeichen die Mitgliedschaft.

Aber auch Messen, Kongresse, Seminarveranstaltungen und sonstige Events, wo sich punktuell Gleichgesinnte treffen, können geeignet sein.

Hier kann Marketing sehr viel fokussierter betrieben werden, ob man nun Flyer auslegt,  einen Vortrag hält oder eine sonstige Maßnahme durchführt.

Mit welchem Magneten zieht man die Stecknadeln an?

Ein guter Vortrag kann wie ein Magnet wirken, mit dem man aus dem Heuhaufen der potenziellen Interessenten diejenigen anzieht, die wirklich Kunde werden wollen.

Ein weiterer Magnet kann Pressearbeit sein. In der Presse zu sein, bedeutet nicht automatisch, damit auch Kunden zu gewinnen. Dazu müssen mehrere Faktoren erfüllt sein wie zum Beispiel Regelmäßigkeit von Pressearbeit, Relevanz der Medien und der Themen und mehr.

Doch Pressearbeit kann dann interessant sein, wenn die potenziellen Interessenten sehr vereinzelt sind. Durch Presseveröffentlichungen werden sie aufmerksam und kommen auf den Unternehmer zu. Das ist eine Situation, von der viele Selbstständige träumen.

Das bedeutet nicht, dass man die Journalisten als Erfüllungsgehilfen für das eigene Marketing betrachten darf. Das sind sie nämlich nicht. Doch wenn man etwas Interessantes und Neues zu bieten hat, dass für die Leser wertvoll ist, sind Journalisten immer zu interessieren. In dem Telefonseminar mit PR-Expertin Elita Wiegand gehen wir ausführlicher auf diese Themen ein.


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