Intuition

18. Dezember 07

Zum Jahresende: Entrümpeln, Loslassen, Ordnung schaffen

Welche Zeit eignet sich besser zum Entrümpeln, Loslassen und Ordnung schaffen, als der Jahresübergang?

Dazu kann ich ein paar hilfreiche Tools empfehlen.

1. Julie Morgenstern:Organizing from the Inside Out

Dieses Buch hilft dabei, die eigene Ordnung zu finden. Am Anfang steht die Analyse der eigenen Bedürfnisse wie der Blockaden. Das passt sehr gut zu meiner eigenen Philosophie, dass es auf Dauer wenig bringt, sich fremden (Ordnungs-)Systemen unterzuordnen, sondern es mehr Sinn macht, sich selbst immer besser kennen zu lernen und sich Systeme zu schaffen, die mit der eigenen Persönlichkeit in Einklang stehen und die Entfaltung der eigenen Stärken unterstützen.

Auf die Analyse folgt die Entwicklung einer Strategie. Auch das ein wichtiger Schritt, der häufig unterbleibt.

Im dritten Teil gibt sie ausführliche Hinweise, wie sich  Arbeits- und Wohnräume, Taschen, mobile Büros und mehr sinnvoll organisieren lassen. Der vierte Teil befasst sich mit Zeitmanagement. Dazu hat sie übrigens ein eigenes - ebenfalls sehr empfehlenswertes - Buch geschrieben.

2. Entrümpeln

Mein kürzlich durchgeführtes Telefonseminar "Entrümpeln - aber richtig" ist auf sehr fruchtbaren Boden gefallen. Etliche Teilnehmer entrümpeln "wie wild" und finden die angebotenen Tipps sehr hilfreich.

Teil des Telefonseminars war eine geführte Meditation, die "Ordnung" auch auf einer tieferen Ebene anspricht.

Wer das Telefonseminar versäumt hat, kann bei mir den Mitschnitt erwerben (29 Euro zzgl. ges. MWSt). Mailen Sie dazu an mailto(at)monika-birkner(Punkt)de (bitte die Begriffe in Klammern durch die jeweiligen Zeichen ersetzen).

3. Loslassen von Gefühlen

Seit einigen Jahren arbeite ich mit der Sedona-Methode , einer äußerst wirkungsvollen Methode, um Gefühle loszulassen. Gefühle loszulassen, ist ein besserer Weg, als sie entweder zu verdrängen oder auszuagieren. Es hilft, in kürzester Zeit innerliche Ruhe zu finden. Und es hat positive längerfristige Effekte auf fast alle Lebensbereiche, vorausgesetzt, man wendet die Methode regelmäßig an.

Erfreulicherweise gibt es mittlerweile eine deutsche  Fassung des Buches von Hale Dwoskin über die Sedona-Methode .

Gerade die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel können mit vielfachen Gefühlen - nicht immer erwünschter Art - verbunden sein. Vielleicht hilft die Sedona-Methode auch Ihnen, damit besser umzugehen.

24. November 07

Was Intuition nicht ist

In Zeiten, in denen es keine Gewissheiten mehr gibt, wird es immer wichtiger, der eigenen Intuition zu folgen. Doch was genau bedeutet Intuition?   

Wir neigen zu der Annahme, dass wir, wenn wir einen geläufigen Begriff benutzen, darunter auch das gleiche verstehen. Doch das ist nicht zwangsläufig so. Und gerade der Begriff der Intuition hat es in sich, dass damit unterschiedliche Erfahrungen und Interpretationen verbunden sind. Daher möchte ich auf einige Phänomene eingehen, mit denen Intuition leicht verwechselt werden kann.

Intuition kann sich bei jedem Menschen unterschiedlich äußern 

Nicht bei jedem spontanen Impuls handelt es sich um Intuition. Daher empfehle ich immer, sich selbst und die eigenen Reaktionen sorgfältig zu beobachten. Denn Intuition kann sich bei jedem Menschen unterschiedlich äußern, auch wenn wir alle die Gabe in uns tragen. Es können unterschiedliche Kanäle der Wahrnehmung angesprochen werden. Manche Menschen haben visuelle Eindrücke, bei anderen treten Körpergefühle oder auditive Phänomene auf oder ein inneres Wissen, das sich gar nicht genau zuordnen lässt. Je nach Situation können unterschiedliche Kanäle genutzt werden. Und auch die Intensität kann variieren, von Mensch zu Mensch und von Situation zu Situation. 

Um wirklich Vertrauen zu entwickeln, empfiehlt es sich daher, genau zu beobachten, was geschieht und welche Konsequenzen es hat, einem Impuls zu folgen oder nicht zu folgen. Manche Lehrer raten sogar, dazu ein Tagebuch einzusetzen und die Erfahrungen schriftlich festzuhalten.

Hier einige Abgrenzungsmerkmale, die mir bislang aufgefallen sind:

Intuition oder Gewohnheit?

Intuition ist etwas Anderes als Gewohnheit.Wer nach dem Essen automatisch zur Zigarette greift, tut das im Zweifel öfter aus Gewohnheit als aus intuitiver Eingebung.

Intuition oder emotionale Reaktion?

Intuition ist etwas Anderes als eine emotionale Reaktion. Trotz unseres großen Potenzials handeln wir oft nach einem Reiz-Reaktionsmuster. Bestimmte Auslöser können positive oder negative Gefühle aktivieren. Wer sofort „rot“ sieht, wenn er einen bestimmten Politiker im Fernsehen erblickt, reagiert vermutlich eher emotional als intuitiv. Wer bei einer Werbung mit Babys oder niedlichen Hündchen sofort das Portemonnaie zückt, reagiert vermutlich ebenfalls emotional.

Intuition oder Reflex?

Intuition ist etwas Anderes, als automatisch zu handeln. Wir sind mit Freiheit des Willens ausgestattet. Intuition zwingt uns nicht, etwas zu tun oder zu unterlassen. Sondern wir erhalten eine Information – mal sehr klar, mal eher verschlüsselt, mal vernehmbarer, mal sehr zurückhaltend – und können selbst entscheiden, was wir damit machen. In Ausnahmesituationen, wenn es zum Beispiel um Leben oder Tod geht, mag das anders sein. Doch im normalen Alltag geht es meist nicht so dramatisch zu.

Intuition oder Ängste?

Intuition ist etwas Anderes als Ängste. Ängste erzeugen oft entweder ein Ohnmachts- oder ein Dringlichkeitsgefühl. Wir können intuitive Warnungen erhalten, auch recht deutlich, aber dennoch sind wir dabei in der Regel in einem anderen, ruhigeren Zustand als wenn wir von Ängsten entweder getrieben oder gelähmt sind.

Intuition oder heimliche Wünsche?

Intuition ist etwas Anderes als heimliche Wünsche. Wenn wir gern ein Eis essen möchten, obwohl wir Diät machen, oder ein teures Kleidungsstück kaufen wollen, das eigentlich nicht ins Budget passt, ist das Risiko groß, die innere Verlockung mit Intuition gleichzusetzen.

Übung macht den Meister

Die Beispiele sollen verdeutlichen, wie leicht wir uns selbst etwas vormachen können, mit anderen Worten: wie leicht wir den Einflüssen des Ego unterliegen statt der Stimme einer größeren Weisheit. 

Die Unterscheidung ist im Einzelfall oft nicht einfach. Übung macht auch hier den Meister beziehungsweise die Meisterin.

 

 

 

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