Heute hat Bill Gates seinen letzten Arbeitstag bei Microsoft, was natürlich mit einem gewaltigen Medienrummel verbunden ist. Mir sind drei Dinge aufgefallen, die wir von ihm lernen können, ohne dass wir dazu Konzernlenker sein müssten:
Neuorientierung mit 50plus als aktive Strategie
Bill Gates ist 52 und hat schon vor längerer Zeit die Weichen für die Zukunft gestellt, indem er zusammen mit seiner Frau Melinda die Bill & Melinda Gates Foundation gegründet hat, deren Zweck definiert ist als "bringing innovations in health and learning to the global community". In einer sehr strategischen und businessmäßig organisierten Weise will er damit Gesundheits- und Ernährungsprobleme in weniger entwickelten Ländern wie auch Bildungsprobleme in den USA bekämpfen.
Dass sich in der Lebensmitte Werte ändern und Prioritäten verschieben, ist gerade bei sehr erfolgreichen Menschen kein seltenes Phänomen. Lothar Seiwert, über dessen Firmenverkauf ich vor kurzem gepostet habe, ist ein weiteres Beispiel dafür.
Was derartige Menschen auszeichnet ist, dass sie ihre Gedanken nicht damit verschwenden, was sie nicht (mehr) wollen. Stattdessen denken und agieren sie zukunftsorientiert und proaktiv und setzen ihre Vorstellungen konsequent um.
Geld kann Gutes bewirken
Viele spirituell orientierten Menschen haben Probleme, Geld wertzuschätzen. Ein Bündel von negativen Glaubenssätzen kann dazu führen, dass sie Probleme haben, genug Geld für ihre Leistungen und Produkte zu verlangen und/oder anzunehmen.
Bill Gates und seine Frau Melinda beweisen, dass man mit Geld sehr viel Gutes bewirken kann. Wenn sie nur einen Bruchteil der ehrgeizigen Pläne verwirklichen, die sie mit der Stiftung verfolgen, kann daraus ein Segen für die Menschheit erwachsen. Bei der Professionailtät, mit der sie die Arbeit angehen, bin ich von ihrem Erfolg überzeugt.
Die Kraft einer großen Vision
In diesen Tagen wird oft die Vision von Bill Gates zu Anfang seiner Karriere zitiert, dass in jedem Haushalt einmal ein PC stehen solle. Wenn wir sehen, dass heute sowohl kleine Kinder wie Hochbetagte E-Mails schreiben und im Internet surfen und viele von ihnen dabei Microsoft-Produkte benutzen, sehen wir, was eine große Vision bewirken kann. Natürlich reicht es nicht, eine großartige Vision zu haben, wenn sie ein Luftschloß bleibt. Es sind organisierte und strukturierte Aktivitäten notwendig, damit sie Realität wird. Doch wenn beides zusammen kommt, kann das ein Stück weit die Welt verändern.
Einige Fragen:
1. Wie haben sich Ihre Werte im Laufe der Jahre verändert? Welche Vorstellungen haben Sie von Ihrem weiteren Leben und wie aktiv sind Sie dabei, diese umzusetzen?
2. Was würden Sie mit Ihrem Reichtum machen, wenn Sie eine Million oder eine Milliarde Euro zur Verfügung hätten? Wie wirkt sich diese Vorstellung auf Ihre Beziehung zum Geld aus?
3. Welche gechäftliche oder berufliche Vision haben Sie? Welche Auswirkungen soll das, was Sie geschäftlich oder beruflich unternehmen, auf möglichst viele Menschen haben? Wie groß können Sie denken? Was tun Sie, um Ihre Vision zu realisieren?