Solo-Unternehmer

21. Juli 08

Blogparade "Bester Businesstipp" - Probleme zu Projekten machen

Das Blog von Unternehmenskick veranstaltet eine Blog-Parade zum Thema, welches der beste Business-Tipp ist, den man erhalten hat. Die bisherigen Beiträge bieten eine Fülle an wertvollen Anregungen.

Der Tipp, den ich beisteuern möchte, lautet: Probleme zu Projekten machen.

Selbstständige bringen sicher schon von Natur aus einen hohen Grad an Initiative mit. Doch auch sie sind nicht davor gefeit, Probleme und Hindernisse zu erleben. Wie schnell kann es passieren, dass einem irgend etwas den Tag verhagelt oder man sich als Opfer widriger Umstände erlebt.

Um dem keine Chance zu geben, hat es sich bewährt, auftauchende Probleme in Projekte umzuwandeln.

Dabei gibt es verschiedene Stufen:

a) Das aktuelle Problem aktiv einer Lösung zuführen.

b) Künftige Probleme dieser Art vermeiden.

c) Management der eigenen Emotionen.

Am Beispiel PC-Crash habe ich vor kurzem konkretisiert, was ich damit meine.

17. Juli 08

First Class - Kleiderreinigungsservice "Chefklusiv"

Was ist der größte Engpass, wenn man berufstätig oder sogar selbstständig ist? - Zeit.

Hans-Günter-Schülke, Gründer von Chefklusiv,  hat diesen Engpass erkannt. Er bietet unter anderem:

  • Abholung und Bringen der zu reinigenden Kleidungsstücke. In Frankfurt ist das Unternehmen turnusmäßig Montag, Mittwoch und Freitag. Doch auch extra Termine sind kein Thema.
  • besondere Art der Reinigung, so dass die Kleidung danach wirklich wie neu ist und vor allem nicht nach Reinigung riecht
  • Änderungsschneiderei, die kleine Schäden sofort ausbessert (sehr praktisch, weil man nicht noch einen weiteren Dienstleister beauftragen muss)
  • Schuhservice.

Abgesehen von der Idee, die einen echten Engpass löst, ist auch der Service First Class. Ich nehme diesen Dienst schon seit rund zwei Jahren in Anspruch und bin begeistert wie am ersten Tag. Was mir außerdem noch gut gefällt: Obwohl ich als Solo-Unternehmerin mit Sicherheit kein großer Kunde für das Unternehmen bin - sie haben unter anderem große Firmen, Hotels, Vereine usw. als Kunden - habe ich noch nie das Gefühl gehabt, Kunde 2. Klasse zu sein. Das ist wirklich außergewöhnlich und gehört einmal ausgesprochen. Daher an dieser Stelle ein ganz großes Danke.

16. Juli 08

PC-Crash: Erkenntnisse und Konsequenzen

Nachdem mein PC sich mit einer Rauchwolke aus dieser Inkarnation verabschiedet hatte, gab es einige etwas stressige Tage und wichtige Erkenntnisse. Obwohl jedes Business natürlich seine Besonderheiten hat, sind einige Erkenntnisse sicher zu verallgemeinern und vielleicht auch für andere hilfreich.

Drei Herausforderungen gibt es in einer solchen Situation:

1. Schnelle Lösung des aktuellen Problems
2. Sicherstellung der weiteren Arbeit und der Kundenkommunikation
3. Emotionaler Umgang mit der Situation.

Schnelle Lösung des aktuellen Problems

Anders als Privatpersonen sind Selbstständige auf Ihren PC angewiesen und leisten ihn sich nicht als Hobby. Ein Ausfall kann richtig ins Geld gehen.

Hilfreich für eine schnelle Lösung sind:

  • alle Programm-CDs und sonst nötigen Informationen gut sortiert bereit zu halten
  • bei Programmen, die aus dem Internet heruntergeladen wurden, die erforderlichen Daten (Lizenz-Nummer, Zugangscodes etc.) außerhalb des ja nun nicht mehr zur Verfügung stehenden PCs aufzubewahren
  • eine regelmäßige Datensicherung durchgeführt zu haben.

Sicherstellung der weiteren Arbeit

Die Welt steht nicht still, wenn der PC ausfällt. Termine sind einzuhalten, Projekte gehen weiter, Kunden warten auf die versprochenen Leistungen. Sinnvoll ist, für solche Situationen vorgesorgt zu haben. Dazu gehören:

  • frühzeitig ein Back-up-System zu planen: Welche Daten/Informationen werden benötigt (zum Beispiel Adress-System und sonstige Kundendaten,  Kalender etc.)? Wo werden die Daten gespeichert? Wie wird die regelmäßige Synchronisation sicher gestellt?
  • das Back-up-System einzurichten
  • die Disziplin aufzbringen, es täglich zu aktualisieren.Dazu gehören auch Back-ups wichtiger Projektunterlagen.

Emotionaler Umgang mit der Situation

Im Zweifel fällt ein PC gerade dann aus, wenn man es gar nicht gebrauchen kann.Je nach Temperament und aktuellen Umständen reagiert sicher jeder etwas anders. Zu meinen Stärken gehört, dass ich in solchen Situationen eher ruhig werde. HIlfreich können folgende Überlegungen sein.

  • Was hätte noch Schlimmeres passieren können?
  • Wie kann ich die Situation bestmöglich nutzen? Möglicherweise gibt es andere Arbeiten, die sich erledigen lassen, solange der PC nicht zur Verfügung steht.
  • Worin liegt das Geschenk in dieser Situation? Diese Frage liegt vielleicht nicht sonderlich nahe. Doch meine Erfahrung ist, dass alles, was mir zustößt, letztlich ein Geschenk des Lebens ist. Nur manchmal ist die Verpackung ein bisschen verschrumpelt. Bei mir hat es offen gestanden auch etwas gedauert, bis ich in diesem Fall das Geschenk erkannt habe. Im Grunde waren es sogar mehrere Geschenke: ein leiserer und schnellerer PC; wunderbare Hilfe, für die sehr dankbar bin; überraschende persönliche Erkenntnisse zu einem Lebensthema.

Ich  freue mich über weitere Tipps und Anregungen zu diesem Thema.

04. Juli 08

Wohnprojektetag

Nachdem ich vor wenigen Tagen über Architektenmarketing geschrieben habe, begegnet mir heute eine Meldung über den Wohnprojektetag in München (gefunden im Newsletter des Projektebüros "Dialog der Generationen"). Das Programm des Wohnprojektetages umfasst die Vorstellung der Neuauflage des Bayerischen Wohnprojekt-Atlas 2008, Führungen zu ausgewählten Wohnprojekten, die Ausstellung des Bayerischen Netzwerk Wohnprojekte mit realisierten und geplanten Projekten aus ganz
Bayern sowie Referate und Diskussionsrunden zu Strategien der Nachhaltigkeit im Bereich Wohnen, Stadtentwicklung und Wohnprojekte. Während des Wohnprojektetages präsentieren sich Wohnnetzwerke, neue Genossenschaften, Baugemeinschaften, Träger u.a. in einer Projektbörse. Organisiert wird das Ganze von URBANES WOHNEN.

02. Juli 08

Architektenmarketing und Tag der Architektur

Architekten haben gegenüber etlichen anderen Berufsgruppen - zum Beispiel Beratern - den unschätzbaren Vorteil, dass ihre Leistungen sinnlich erfahrbar sind. Marketing muss sich also nicht in Beschreibungen erschöpfen, sondern kann diese Erfahrung vermitteln. Am Wochenende fand bundesweit der Tag der Architektur statt, an dem Architekten Gebäude zeigten und erläuterten. Regional gibt es mitunter ähnliche Veranstaltungen. Wie sinnvoll kann eine Teilnahme im Rahmen eines Gesamt-Marketingkonzeptes sein?

Einige Vorteile, am Tag der Architektur oder einem vergleichbaren Event teilzunehmen:

  • Potenzielle Bauherren erleben das fertige "Produkt". Für viele Menschen gibt die sinnliche Gesamtwahrnehmung andere Informationen als Zeichnungen, Pläne oder Modelle.
  • Der/die Architekt/in kann das Konzept, das hinter dieser Architektur steht, erläutern. Dieses erschließt sich einem Laien nicht von selbst.
  • Man kann sich persönlich kennen lernen und schauen, wie weit die persönliche Chemie stimmt.
  • Im Internet gibt es einen Link zur Website des Architekturbüros.
  • Dieser Link ist auch nach Jahren noch vorhanden.
  • Der/die Architekt/in kann die Teilnahme auf der eigenen Website kreativ bewerben.
  • Der Veranstalter übernimmt einen Teil der Werbung.
  • Dadurch werden potenzielle Interessenten aufmerksam, die man sonst vielleicht nicht erreicht hätte.
  • Bestehende Kontakte können gezielt eingeladen werden.
  • Selbst wenn nicht viele potenzielle Bauherren da sind, können über die anwesenden Teilnehmer sich weitere Kontakte ergeben. Es ist heute in vielen Bereichen so, dass so genannte "weak ties" (eher lose Verbindungen) maßgeblicher für einen Vermittlungserfolg sind als so genannte "strong ties" (enge Verbindungen). Für die Jobsuche ist das sogar, wenn ich mich recht erinnere, wissenschaftlich untersucht worden.

Mögliche Nachteile:

  • Aufwand für die Vorbereitung und die Präsentation.
  • Es ist keineswegs sicher, dass potenzielle Bauherren zu dem Event kommen.
  • Möglicherweise sind mehr Wettbewerber da als Interessenten.
  • Potenzielle Interessenten sind bei einer Parallel- Veranstaltung. Zumindest in Frankfurt fanden sehr viele Veranstaltungen zeitgleich statt.

Letztlich muss man im Einzelfall abwägen, wie weit die Teilnahme an einem derartigen Event aussichtsreich erscheint. Das hängt von vielen Faktoren ab. Wer sich zu einer Teilnahme entschließt, sollte sich allerdings nicht allein auf den Veranstalter verlassen, sondern auch selbst kräftig die Werbetrommel rühren. Denn auch bestehende Kontakte, selbst wenn sie kein eigenes Bauvorhaben in Angriff nehmen wollen, können andere kennen,für die die Informationen hoch interessant sind.

Wer nicht an einer offiziellen Veranstaltung wie dem Tag der Architektur teilnehmen mag, hat immer noch die Möglichkeit, mit einigen Kollegen etwas Eigenes zu organisieren. Vor einiger Zeit beispielsweise gab es im Rhein-Main-Gebiet eine Ausstellung, bei der Künstler in Privatwohnungen - nicht zwangläufig ihre eigenen Wohnungen - einluden und dort ihre Kunstwerke zeigten. Das war eine hochspannende Angelegenheit. Für Bauwerke lässt sich etwas Vergleichbares ebenfalls vorstellen.


01. Juli 08

Halbzeit-Test: Wo stehen Sie?

Nicht nur im Fußball dient die Halbzeit dazu, das bisherige Spiel zu bewerten und sich für die zweite Hälfte neu auszurichten. Unternehmer/innen und Selbstständige können davon ebenfalls profitieren. Der Beginn der zweiten Jahreshälfte ist dazu eine gute Gelegenheit. Wollen Sie wissen, wo Sie stehen? Der folgende Kurz-Test erlaubt Ihnen eine erste Einschätzung.

  1. Welche Ziele haben Sie erreicht und mit welchen Strategien? Was hat nicht funktioniert und warum?
  2. Wie haben sich Ihre Situation am Markt und Ihre Kundenbeziehungen verändert?
  3. Wie hat sich Ihr Geschäftsmodell entwickelt? Wie zukunftssicher ist es aus heutiger Sicht?
  4. Wie haben Sie persönlich sich in den letzten Monaten entwickelt und wie wirkt sich das auf Ihr Business aus? Wie steht es um Ihre Work-Life-Balance?
  5. Welche spirituellen Qualitäten haben sich herausgebildet?
  6. Worauf sind Sie stolz?
  7. Wofür sind Sie dankbar?
  8. Was wollen Sie im zweiten Halbjahr fortführen, was wollen Sie ändern, was wollen Sie abschaffen und was wollen Sie neu einführen?

Natürlich können Ihnen diese wenigen Fragen nur ein erstes Bild vermitteln. Wenn Sie mehr ans "Eingemachte" gehen wollen, stehen Ihnen - neben den Instrumentarien, die Sie sonst schon einsetzen - mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Das Workbook "Stop & Grow" (E-Book), das Ihnen einen unternehmerischen und spirituellen Rückblick erlaubt, den Sie in Ihren eigenen Räumen und in Ihrem eigenen Tempo vollziehen können

In jedem Fall wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches zweites Halbjahr 2008.

27. Juni 08

Drei Dinge, die wir von Bill Gates lernen können

Heute hat Bill Gates seinen letzten Arbeitstag bei Microsoft, was natürlich mit einem gewaltigen Medienrummel verbunden ist. Mir sind drei Dinge aufgefallen, die wir von ihm lernen können, ohne dass wir dazu Konzernlenker sein müssten:

Neuorientierung mit 50plus als aktive Strategie

Bill Gates ist 52 und hat schon vor längerer Zeit die Weichen für die Zukunft gestellt, indem er zusammen mit seiner Frau Melinda die Bill & Melinda Gates Foundation gegründet hat, deren Zweck definiert ist als "bringing innovations in health and learning to the global community". In einer sehr strategischen und businessmäßig organisierten Weise will er damit Gesundheits- und Ernährungsprobleme in weniger entwickelten Ländern wie auch Bildungsprobleme in den USA bekämpfen.

Dass sich in der Lebensmitte Werte ändern und Prioritäten verschieben, ist gerade bei sehr erfolgreichen Menschen kein seltenes Phänomen. Lothar Seiwert, über dessen Firmenverkauf ich vor kurzem gepostet habe, ist ein weiteres Beispiel dafür.

Was derartige Menschen auszeichnet ist, dass sie ihre Gedanken nicht damit verschwenden, was sie nicht (mehr) wollen. Stattdessen denken und agieren sie zukunftsorientiert und proaktiv und setzen ihre Vorstellungen konsequent um.

Geld kann Gutes bewirken

Viele spirituell orientierten Menschen haben Probleme, Geld wertzuschätzen. Ein Bündel von negativen Glaubenssätzen kann dazu führen, dass sie Probleme haben, genug Geld für ihre Leistungen und Produkte zu verlangen und/oder anzunehmen.

Bill Gates und seine Frau Melinda beweisen, dass man mit Geld sehr viel Gutes bewirken kann. Wenn sie nur einen Bruchteil der ehrgeizigen Pläne verwirklichen, die sie mit der Stiftung verfolgen, kann daraus ein Segen für die Menschheit erwachsen. Bei der Professionailtät, mit der sie die Arbeit angehen, bin ich von ihrem Erfolg überzeugt.

Die Kraft einer großen Vision

In diesen Tagen wird oft die Vision von Bill Gates zu Anfang seiner Karriere zitiert, dass in jedem Haushalt einmal ein PC stehen solle. Wenn wir sehen, dass heute sowohl kleine Kinder wie Hochbetagte E-Mails schreiben und im Internet surfen und viele von ihnen dabei Microsoft-Produkte benutzen, sehen wir, was eine große Vision bewirken kann. Natürlich reicht es nicht, eine großartige Vision zu haben, wenn sie ein Luftschloß bleibt. Es sind organisierte und strukturierte Aktivitäten notwendig, damit sie Realität wird. Doch wenn beides zusammen kommt, kann das ein Stück weit die Welt verändern.

Einige Fragen:

1. Wie haben sich Ihre Werte im Laufe der Jahre verändert? Welche Vorstellungen haben Sie von Ihrem weiteren Leben und wie aktiv sind Sie dabei, diese umzusetzen?

2. Was würden Sie mit Ihrem Reichtum machen, wenn Sie eine Million oder eine Milliarde Euro zur Verfügung hätten? Wie wirkt sich diese Vorstellung auf Ihre Beziehung zum Geld aus?

3. Welche gechäftliche oder berufliche Vision haben Sie? Welche Auswirkungen soll das, was Sie geschäftlich oder beruflich unternehmen, auf möglichst viele Menschen haben? Wie groß können Sie denken? Was tun Sie, um Ihre Vision zu realisieren?

23. Juni 08

27 Tipps, wie Sie Ihren Sommer gut nutzen

Nachdem der Sommer offiziell Einzug gehalten hat, lohnt es sich, darüber nachzudenken, wie dieser sich - abgesehen vom Fußballfieber - sinnvoll nutzen lässt. Im letzten Jahr habe ich dazu 27 Tipps veröffentlicht, die auf recht positive Resonanz gestoßen waren. Daher wiederhole ich sie einfach noch einmal.

Der Sommer ist für viele Menschen – ob selbstständig oder angestellt – eine ruhigere Zeit. Kunden und Kollegen sind im Urlaub. Bestimmte Projekte ruhen oder köcheln auf Sparflamme weiter.

Damit ist der Sommer die ideale Zeit, um – neben Urlaub und Erholung – endlich einmal das zu tun, was Sie schon lange tun wollten. Hier ein paar Anregungen: 

  1. eine berufliche und private Standortbestimmung vornehmen
  2. sich klar werden, was Sie mit dem Rest Ihres Lebens machen wollen
  3. Ihre Website überarbeiten
  4. Ihr Büro, Ihr Wohnzimmer oder Ihren Balkon neu gestalten
  5. ein Weblog starten (s. dazu auch das Telefonseminar mit Burkhard Schneider "Weblog - ein gutes Marketinginstrument für Selbstständige?". Der Mitschnitt ist bei mir erhältlich. Einfach eine Mail an mailto(at)monika-birkner(Punkt)de schicken).
  6. einen Marketingplan für die zweite Jahreshälfte entwickeln
  7. einige Ihrer idealen Kunden persönlich treffen
  8. ein neues Hobby ausprobieren
  9. Ihre Adress-Datenbank aktualisieren (s. dazu auch das Telefonseminar mit Rainer Willmanns "Professionelles Kontaktmanagement am Beispiel Cobra Adress Plus". Der Mitschnitt ist bei mir erhältlich. Einfach eine Mail an mailto(at)monika-birkner(Punkt)de schicken).
  10. Ihren Newsletter-Verteiler ausbauen
  11. die Bücher lesen, die Sie schon lange lesen wollten
  12. Freundschaften wieder beleben
  13. bei  Xing oder in anderen Portalen nach alten Bekannten forschen
  14. nach Foren, Weblogs und Newslettern suchen, die Sie interessieren
  15. mögliche Kooperationspartner treffen
  16. Ihre Meditationspraxis vertiefen oder neu beginnen
  17. die Erfolge des ersten Halbjahres bewusst machen und feiern
  18. sich bei den Menschen bedanken, die Ihnen im ersten Halbjahr geholfen haben
  19. sich über Ihre idealen Kunden klar werden (s. dazu auch Selbsttest "Haben Sie die richtigen Kunden?) 
  20. ein neues Produkt/eine neue Dienstleistung entwickeln
  21. ein Buch zu schreiben beginnen
  22. Ihre Preispolitik überprüfen und gegebenenfalls überarbeiten
  23. sich überlegen, für welche sozialen Ziele Sie sich engagieren möchten
  24. über die Optimierung Ihres Geschäftsmodells nachdenken (dazu eignet sich gut der Wachstumstag)
  25. eine Kundenbefragung durchführen oder vorbereiten
  26. entrümpeln (Unterlagen, PC, Krimskrams. Siehe dazu auch mein Telefonseminar "Entrümpeln, aber richtig". Der Mitschnitt ist bei mir erhältlich. Einfach eine Mail an mailto(at)monika-birkner(Punkt)de schicken).
  27. in Ruhe nach einem für Sie passenden Coach/einer für Sie passenden Coachin suchen. 

Die Liste der Möglichkeiten ist damit natürlich noch lange nicht abgeschlossen.  Ich wünsche einen erfüllten Sommer.

Nachtrag am 21.07.2008: Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Mitschnitte der Telefonseminare kosten jeweils 29,95 Euro zzgl. ges. MWSt.

19. Juni 08

Serie "Veränderung und Gefühle": Lust auf Veränderung

Veränderungen können eine Vielzahl von Gefühlen hervorrufen. In der heute beginnenden Serie von Beiträgen gehe ich auf verschiedene Gefühle ein, die in derartigen Situationen auftauchen können.  Veränderungen sind heute der Normalzustand geworden. Mit dem Wissen darum, was sich alles an Gefühlen zeigen kann und  wie man am besten damit umgeht, sind solche Erfahrungen nicht nur leichter zu bewältigen, sondern können auch ein Quell von Freude werden.

Heute geht es um die Lust auf Veränderung.

Vielleicht stutzt der Eine oder die Andere bei diesem Stichwort. Hören wir nicht immer wieder, dass der Mensch veränderungsscheu sei? Sicher gibt es auch solche Situationen. Doch das schließt keineswegs aus, dass Menschen auch Lust auf Veränderungen haben. Bei manchen ist das sogar sehr ausgeprägt und zeigt sich in regelmäßigen Umzügen oder zumindest in regelmäßigem Möbelrücken, in immer neuen Ideen und Projekten, Frisuren, Kleidungsstilen und ähnlichem.

Wie lässt sich Lust auf Veränderung erklären? Offenbar ist der Wunsch nach Neuem stärker als die Unbequemlichkeiten, die mit der Veränderung verbunden sind. Gründe dafür können sein:

  • Der Wunsch, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und neu anzufangen. Wir alle haben die Gabe, aufgrund unseres freien Willens jederzeit unser Leben ändern zu können. Wir sind keine Sklaven der Vergangenheit. Wir können alte Muster und eingefahrene Bahnen verlassen und ein neuer Mensch werden. Um das voll und ganz umzusetzen, bedarf es manchmal einiger Anstrengungen. Doch die Entscheidung steht uns jederzeit offen. Wir können alte Gewohnheiten ablegen und neue erwerben.
  • Der Wunsch, aus stagnierenden Situationen herauszukommen. Beziehungen, in denen nichts mehr läuft; zum Stocken gekommene Karriere; ein Business, das zur Routine geworden ist; stagnierende spirituelle Entwicklung - alles das lässt sich ändern, so dass wieder Leben und Wachstum stattfinden. Oft ist nur ein relativ geringer Impuls nötig, damit Bewegung entsteht.
  • Der Wunsch nach Wachstum. Wachstum hat nicht nur eine quantitative Dimension, sondern auch eine qualitative. Wachstum bedeutet unter anderem, mehr vom eigenen Potenzial zu entfalten, mehr vom persönlichen und mehr vom unternehmerischen Potenzial. Damit verbunden sein können Wünsche nach Ausdehnung des Wirkungskreises, nach Vertiefung von Wissen und Erfahrungen, nach Intensivierung von Erlebnissen oder auch der Wunsch, sich neu oder in neuen Zusammenhängen zu erproben.

Nicht immer bedarf es eines konkreten Anlasses, um Lust auf Veränderung auftreten zu lassen. Die Veränderung an sich kann ein Quell von Freude sein.

  • In Veränderungsphasen kann man sich jung und lebendig fühlen, wach und präsent.
  • Veränderung bedeutet bewusstes Hinsehen, was im weiteren Leben noch mit dabei sein soll und was man hinter sich lässt.
  • Veränderung kann als sehr befreiend erlebt werden.

Das alles gilt gleichermaßen für große wie für kleine Veränderungen. Nur die Intensität mag variieren.

Die Kehrseite der Lust auf Veränderung kann mangelnde Ausdauer und Beharrlichkeit sein. Manch einem Veränderungsfreudigen wird empfohlen, sich doch zusammenzureißen und eine Situation auszuhalten oder auch auszusitzen. Doch muss das ein Widerspruch sein? Veränderungsfreude muss nicht bedeuten, wie ein Blatt im Wind mal hierher und mal derher zu schweben und keine langfristigen oder größeren Ziele zu verfolgen. Doch diese Qualität kann dabei helfen, den Weg zum Ziel immer wieder zu hinterfragen und nach Erleichterungen zu suchen. Unter Umständen kann auch das gesamte Ziel hinterfragt werden. Und - ist das schlimm? Muss man seinen ursprünglich eingeschlagenen Weg bis zum Ende gehen, auch wenn man erkannt hat, dass es nicht der richtige Weg ist? Je älter wir werden, desto mehr erkennen wir, was wirklich gut für uns ist. Und das kann bedeuten, sich von etwas zu verabschieden, das lange eine große Rolle gespielt hat: von einem Ziel, einer Beziehung, einer Wohnung oder Stadt, einem Beruf. Lust auf Veränderung hilft dabei. solche Abschiede, die sonst sehr schwer fallen können, zu vollziehen. Lust auf Veränderung ist ein wichtiges Signal. Es lohnt sich, ihm nachzugehen und genau zu prüfen, was dahinter steckt.

Auf welche Veränderung haben Sie heute Lust?

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In der nächsten Folge, die in einigen Tagen erscheinen wird, geht es um Veränderung und Trauer.



13. Juni 08

Moderne Technlogie - der beste Freund für Solo- und Kleinunternehmer

Zu wenig Zeit für die vielfältigen Aufgaben, die in der Selbstständigkeit anfallen - das ist ein Dauerproblem für Solo- und Kleinunternehmer. Doch alles selbst machen zu wollen, ist keine Lösung. Darunter leiden unweigerlich die strategischen und kreativen Aufgaben und meist auch die vielbeschworene Work-Life-Balance.

Dennoch waren die Zeiten noch nie so gut. Denn moderne Technologien stellen so etwas dar wie eine zeitgemäße Variante der ehemaligen Heinzelmännchen. Sie erleichtern die Routinearbeit und helfen, den Kopf frei zu halten für Wesentliches. Sie helfen auch, die Kosten niedrig zu halten und Kunden zu gewinnen und zu binden. Das belegt unter anderem die Kanzlei SKZ, Dr. Alfred Stapelfeldt, Jochen Zweschper und Joachim Krumb, aus Darmstadt, die dieses Jahr den ersten Platz beim Kanzleigründerpreis erreichte, den die Hans Soldan GmbH gemeinsam mit der Bundesrechtsanwaltskammer,dem Deutschen Anwaltsverein, dessen Forum "Junge Anwaltschaft" und der FAZ vergeben hat.

Das Konzept dieser im Jahr 2005 gegründeten Kanzlei beruht nach eigener Aussage auf vier Säulen: „Konsequente Spezialisierung, kompromisslose betriebswirtschaftliche Ausrichtung des Kanzleimanagements, neue Servicequalität und zuletzt fortschrittliche Methoden der Akquise und Mandantenbindung“.

Die kompromisslose betriebswirtschaftliche Ausrichtung des Kanzleimanagements wird unter anderem durch den Nutzen neuer Technlogien erreicht. In seiner Laudatio hob der Anwaltsforscher Prof. Dr. Christoph Hommerich hervor, dass viele Gründer versuchen, die Kosten niedrig zu halten, indem sie wenig investieren, während hier der Weg gezielter Investition gegangen wurde. Investitionen in elektronische Aktenführung, die umfassende Nutzung von rechtlichen Datenbanken sowie ein Spracherkennungssystem mit dem Ziel der Ersparnis von Personalkosten für Schreibarbeiten haben lt. Hommerich dazu beigetragen, dass eine Kostenquote von knapp 28% erreicht wird, und das bei einem sechsstelligen Umsatz pro Kopf der Partner.

An dieser Stelle erst einmal ein herzlicher Glückwunsch an die Preisträger. Als ehemalige Anwältin weiß ich, dass generell Fragen der Kanzleiorganisation nicht im Fokus der Ausbildung liegen und die Nutzung moderner Technologien noch weniger. Umso bewundernswerter ist die konsequente Ausrichtung der Kanzlei in dieser Hinsicht.

Das gilt auch für die anderen Säulen, die hier nur kurz erwähnt werden sollen, da es mir in diesem Beitrag um die modernen Technologien geht. Mehr darüber erfahren Sie in der Laudatio von Prof. Dr. Christoph Hommerich.

Die Kanzlei ist spezialisiert auf das Verwaltungsrecht und das Immobilienrecht und hat eine spezielle Zielgruppe, nämlich Städte und Gemeinden. Sie versteht sich als „externe Rechtsabteilung für Kommunen“ und hat sich somit ein Segment erschlossen, in dem sie schnell einen hohen Bekanntheitsgrad erreichen kann und offenbar erreicht hat. In der Laudatio ist außerdem von einer Internetplattform die Rede, über die Mandanten laufend informiert werden.

Eine weitere Säule ist die  besondere Servicequalität, die sich unter anderem in möglichst schnellen  Reaktionen auf Mandantenanfragen (möglichst am selben Tag, spätestens binnen 24 Stunden) zeigt, ferner durch eine durchgehende telefonische Erreichbarkeit des Büros zwischen 7.00 Uhr morgens und 19.00 Uhr abends, für die ein professionell arbeitender externer Büroservice genutzt wird.

Also nochmals meinen Glückwunsch für dieses wirklich fundierte Konzept und die in der kurzen Zeit erreichten Erfolge.

Was können andere Unternehmer - gleich welcher Branche - daraus lernen, insbesondere in Bezug auf den Einsatz moderner Technologien? Wie können moderne Technologien Routinearbeiten erleichtern, Kosten sparen helfen, die Kundenbindung verstärken und den eigenen Kopf für Wesentliches freihalten?

Ein paar Ideen dazu:

  • Autoresponder-Einsatz im E-Mail-Marketing
  • Software-Tools für schnellere und fehlerfreie Korrespondenz. An dieser Stelle mein herzlichster Dank an Joachim Rumohr, der mir phraseexpress nahe brachte
  • Einsatz von Telefonkonferenzen
  • professionelle Kundendatenbanken (ebenfalls ein herzliches Danke an  Rainer Willmanns, mit dem ich vor einiger Zeit einen spannenden Expertentalk zu Cobra Adress Plus durchführte. Der Mitschnitt ist bei mir erhältlich. Anfragen an mailto(at)monika-birkner.de)
  • und vieles mehr

Wenn Sie konkrete Erfahrungen oder weitere Ideen haben, sind diese herzlich willkommen.

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